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Viele Unternehmen verwenden BI-Reporting-Systeme falsch

Viele Unternehmen machen bei der Erstellung von Business-Intelligence-Berichten die gleichen Fehler. Tipps, um die häufigsten Probleme zu vermeiden.

Dieser Artikel behandelt

BI-Management

Mittlerweile hat fast jedes Unternehmen ein Business-Intelligence-Reporting-System. Und fast jedes Unternehmen macht BI-Reporting falsch. „Wir produzieren eine Menge hübschen Müll“, sagt BI-Beraterin Mico Yuk in einer Präsentation bei der Real Business Intelligence Konferenz von Dresner Advisory Services, die im Juli 2017 in Cambridge (USA) stattfand.

Yuk, CEO der Beratungsgruppe BI Brainz, sagt, die meisten Unternehmen haben Probleme mit BI-Berichten, die wertmindernd sind. Die BI-Welt hat sich die letzten Jahre darauf konzentriert, Berichte visuell überzeugend und einfach zu erstellen, doch es gehört viel mehr zu einem guten Bericht als gutes Design, warnt Yuk.

Die Beraterin sagt, sie war bereits für viele Unternehmen tätig, darunter LinkedIn, die alle die gleichen Fehler machen. Diese Fehler verringern die Wirksamkeit von BI-Reporting-Systemen. Doch mit einigen Handgriffen können diese überwunden werden. Diese vier Tipps helfen:

1. Man sollte die Anzahl der Metriken begrenzen: Yuk sagt, sie sieht oft Unternehmen, die mit der Verfolgung von 20 oder mehr Key Performance Indicators (KPIs) in ihren Berichten arbeiten. Eine bessere Anzahl seien dagegen fünf oder weniger. Alles über zehn KPIs lenkt laut Yuk nur ab, da das menschliche Gehirn keine sinnvollen Erkenntnisse aus so vielen verschiedenen Einzelstücken zusammensetzen kann.

2. KPIs sollten einen umsetzbaren Namen haben: Zu viele Firmen geben den Metriken, die sie in BI-Berichten verfolgen, Namen wie „Verkäufe“ oder „Einnahmen“. Das Problem mit diesen Namen ist, dass diesen eine klare Handlungsanweisung fehlt. Niemand kann auf eine Metrik schauen, die Verkäufe verfolgt, und wissen, was man tun soll. Stattdessen sollten KPIs so benannt werden, dass sie eine Aktion empfehlen, zum Beispiel „Verkäufe benötigt, um Ziel zu erreichen“. Yuk erläutert dazu: „Wenn man KPIs richtig benennt, entfernt dies eine Menge Zweideutigkeiten.“

3. Darauf konzentrieren, was zählt: Yuk ist überzeugt, dass viele Leute davon gestresst sind, wie ihre Berichte aussehen. Sie haben zahlreiche Meetings, um über die visuelle Anziehungskraft eines Berichts zu sprechen und Richtlinien zu setzen, welche Art von grafischen Diagrammtypen den Benutzern zur Verfügung stehen. Aber sie sagt, dass Berichte selten das Geschäft beeinflussen, nur, weil sie das falsche Farbschema verwenden. Die Beraterin empfiehlt, mehr Zeit in Metriken zu investieren, die wirkliche Geschäftsauswirkungen haben, anstatt sich mit Design-Merkmalen zu beschäftigen.

4. Eigene Worte verwenden: Alle kennen den Rat: Zeigen, nicht erzählen. In BI-Reporting-Systemen bedeutet dies, dass man Visualisierungen erstellt, die unnötiges Geschwätz begrenzen und ein Bild der Metriken präsentieren. Doch Yuk sagt, dass dies die Möglichkeit eröffnet, dass jeder die Daten selbst interpretiert. Je mehr Menschen die Zahlen interpretieren, desto subjektiver werden sie. Die Beraterin empfiehlt mündliche Erklärungen der Visualisierungen, um keinen Interpretationsspielraum zu schaffen. „Es gibt den Mythos, dass Daten-Visualisierungen keinen Text neben sich stehen haben sollten“, sagt sie. „Doch man muss Visualisierungen einen Kontext geben, sonst eröffnet man Spielraum für Interpretationen.“

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Artikel wurde zuletzt im September 2017 aktualisiert

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