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Vier Tipps zur Senkung der Mobile-App-Entwicklungskosten

Entwicklungsplattformen für Mobile Apps können versteckte Gebühren enthalten und unnötige Kosten verursachen. Diese Kosten lassen sich leicht vermeiden.

Die Entwicklung einer App für Mobilgeräte kann ein kostspieliges Unterfangen sein. Man muss nur an die verschiedenen Plattformen und Gerätetypen denken, auf denen die App laufen muss, ganz zu schweigen von den Unterschieden bei Bildschirmgrößen, Auflösungen, Speicherplatz, Leistung, Sicherheit und unzähligen anderen Details.

Hinzu kommen die verschiedenen Programmiersprachen, Software Development Kits (SDK) und Technologien, die mit jeder Plattform geliefert werden.

Angesichts dieser Faktoren ist es nicht verwunderlich, dass Projekte zur Entwicklung von Apps mit hohen Kosten verbunden sein können. Hier sind vier Tipps, wie sich die Entwicklungskosten für Apps senken lassen.

Zuerst entwerfen, später bauen

Bevor man irgendwelchen Code schreibt, sollte man ein gutes Gespür dafür haben, was der Plan für die App ist. Versuchen Sie, Arbeitsabläufe und Schnittstellen der App schon früh im Designprozess zu skizzieren. Skizzen (Scribbels) sind ein billiger und einfacher Ansatz, um das ursprüngliche Design einer App zu entwerfen und Anforderungen zu formulieren.

Erstellen Sie so viele Skizzen wie nötig, und erforschen Sie im Rahmen eines interaktiven Prozesses gemeinsam mit allen Beteiligten die Designoptionen. Achten Sie darauf, die Richtung zu definieren und Sackgassen auszuschließen. An dieser Stelle ist es nicht notwendig, eine originalgetreue Darstellung der endgültigen Schnittstelle zu erstellen.

Wenn man nicht sehr gut im freien Zeichnen ist, gibt es ausreichend Templates, die eine Struktur bieten, in der man arbeiten kann. Interface von Sketch bietet einen Satz von Vorlagen zum Herunterladen für Desktop- und Mobile-Plattformen.

Auf wichtige Funktionen konzentrieren

Teams, die noch keine Erfahrung mit der Entwicklung von Apps haben, versuchen oft, Desktop-Software nachzuahmen oder ihre Apps mit Funktionen zu füllen, die sie für cool halten, aber wenig mit den primären Zielen der App zu tun haben.

Wenn man eine Mobile App erstellt, sollten nur die Funktionen einbezogen werden, die mit den Hauptzielen der App übereinstimmen. Je unkomplizierter die App ist, desto geringer sind die Entwicklungskosten für Apps insgesamt. Es ist besser, eine Anwendung mit weniger Funktionen zu erstellen, die gut funktionieren, als eine mit vielen Funktionen, die bestenfalls mittelmäßig sind.

Man sollte sich überlegen, ob man einen Minimum-Viable-Product-Ansatz (MVP) wählt. MVP-Produkte haben eine begrenzte Funktionalität, aber genug Funktionen, um die Hauptziele der App zu erreichen. Teams können bei Bedarf in späteren Versionen weitere Funktionen hinzufügen. Auf diese Weise wird das Produkt früher herausgebracht, wodurch Zeit und Geld gespart werden.

Organisationen sollten sich darüber im Klaren sein, wie Benutzer die App nutzen werden, um zu vermeiden, dass sie die Art von Funktionsschwemme erhalten, die jede Entwicklungsarbeit verhindern.

Cross-Plattform-Entwicklungen beachten

Ein App-Projekt sollte in der Lage sein, mehrere Mobile-Plattformen und Gerätetypen anzusprechen und gleichzeitig den Entwicklungsaufwand für die Implementierung dieser verschiedenen Versionen zu minimieren.

Finden Sie zunächst heraus, welche Geräte die App unterstützen soll – iOS, Android oder Windows – und entscheiden Sie dann, ob Sie eine native, hybride oder HTML5-basierte Webanwendung bereitstellen möchten.

Native Apps sind in der Regel leistungsfähiger und bieten eine effizientere Funktionalität als Hybrid- oder Web-Applikationen. Sie sind aber auch die teuersten bei der Entwicklung und Wartung. Web-Applikationen sind am billigsten zu entwickeln, da sie auf jedem Gerät mit einem HTML5-Browser laufen können, aber sie sind in der Regel die am wenigsten performanten der drei Optionen.

Die plattformübergreifende Entwicklung ist bei der Entwicklung einer Webanwendung eine Selbstverständlichkeit. Unabhängig von den verwendeten Entwicklungs-Tools, sollte man ein ansprechendes Design in die App integrieren. Obwohl plattformübergreifende Frameworks oft nur mit hybriden Anwendungen assoziiert werden, unterstützen einige Frameworks die native Entwicklung.

Das Rad nicht neu erfinden

Professionelle Entwickler sind heute nicht die einzigen, die Apps entwickeln, und es ist einfach, vorgefertigte Templates, Plug-ins von Drittanbietern oder Integrationsadapter für Backend-Systeme zu finden. Jedes dieser Tools kann dazu beitragen, den Entwicklungsprozess zu vereinfachen und die Total Cost of Ownership (TCO) zu senken.

Die Nutzung vorhandener Technologien kann besonders nützlich sein, wenn es um Testautomatisierung geht. Das Testen eines Frameworks hilft, ein besseres Produkt zu produzieren und spart Zeit und Geld. Das Beste daran ist, dass es Open-Source-Lösungen wie Appium gibt, das ein Testautomatisierungs-Framework für native, hybride und Mobile-Applikationen bereitstellt und iOS-, Android- und Windows-Plattformen unterstützt.

Schließlich sollte man auch über Tools für Rapid Mobile App Development (RMAD) von Firmen wie Kony, Mendix oder OutSystems nachdenken. RMAD bringt die Idee der plattformübergreifenden Entwicklung einen Schritt weiter, indem es ein vollständiges Framework für die Entwicklung und Bereitstellung mobiler Anwendungen für verschiedene Gerätetypen bereitstellt.

Mit RMAD kann jeder Nutzer Anwendungen mit Hilfe von Drag-and-Drop-Operationen erstellen, um verschiedene Arten von Funktionen hinzuzufügen, ohne Code schreiben zu müssen, was dazu beiträgt, die Entwicklungskosten für mobile Anwendungen langfristig zu senken.

Versteckte Kosten beachten

Seien Sie sich bewusst, dass viele Komponenten, Tools und Services mit Abonnements- oder Lizenzgebühren verbunden sind, die sich schnell summieren und langfristig zu höheren TCO führen können. Selbst Open-Source-Produkte sind mit versteckten Kosten verbunden.

Erstellen Sie eine sorgfältige Kostenanalyse, bevor Sie sich für eine Entwicklungstechnologie entscheiden, doch scheuen Sie sich nicht davor, diese einzusetzen. Die richtigen Technologien können dabei helfen, die Entwicklungskosten für mobile Anwendungen um ein Vielfaches zu senken.

Und vergessen Sie nicht die Benutzer, denn wenn Sie ihre Bedürfnisse nicht berücksichtigen, kann dies zu einer schlechten App führen, die einer der teuersten Fehler überhaupt sein kann.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2018 aktualisiert

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