Vor der Installation von Microsoft Office 2013 auf potenzielle Fallstricke achten

Bei einem Upgrade oder einer Neuinstallation von Office 2013 können einige Probleme auftreten. Unsere Experten zeigen, wie Sie diese Probleme lösen.

Office 2013 ist derzeit die Top-Suite für Office-Programme in Unternehmen. Allerdings hat das Produkt immer noch...

Mängel, die Desktop-Administratoren herausfordern. Bevor Sie Microsoft Office 2013 installieren, beachten Sie Probleme mit Datei-Erweiterungen und Workarounds, wie etwa die Umgehung des Startbildschirm. Werfen wir einen Blick auf mögliche Tücken in Office 2013.

Obwohl die meisten Upgrades auf Microsoft Office 2013 reibungslos verlaufen, können gelegentlich Probleme auftreten. Bevor Sie mit der Installation beginnen, nehmen Sie die üblichen Kontrollen vor, wie bei jedem Software-Update.

Erste Herausforderungen bei der Office 2013-Installation

Stellen Sie sicher, dass das System die Mindestanforderungen erfüllt. Beispielsweise können Sie Office 2013 auf Windows 7 oder Windows 8, aber nicht auf einem früheren Betriebssystem- installieren.

Sichern Sie alle Daten, einschließlich Outlook PST-Dateien. Achten Sie darauf, die alte Version von Office zu deinstallieren, wenn eine solche vorhanden ist. Sie können aber auch eine Side-by-Side-Installation ausführen, also die neue Version parallel zu einer vorhandenen Installation. Allerdings wird das nicht empfohlen und bereitet Probleme mit Microsoft Outlook. Zusätzlich sollten Sie Windows Update vorübergehend deaktivieren sowie Antiviren-Software ausschalten. Außerdem ist es empfehlenswert, Office 2013 mit Administratorrechten zu installieren und das Installationsprogramm über das Kontextmenü auch mit Administratorrechten zu starten.

Wenn die Microsoft Office 2013-Installation bei 80% bis 90% ist, wird wahrscheinlich der Druck-Spooler-Dienst stören. Führen Sie in diesem Fall Services.msc aus,  suchen Sie den Druck-Spooler-Dienst, klicken Sie auf Stop und anschließend auf OK. Alternativ können Sie in der Befehlszeile mit Administratorrechten auch net stop spooler eingeben. Setzen Sie danach die Installation fort. Vergessen Sie aber nicht den Dienst nach der Installation neu zu starten. In der Befehlszeile geben Sie dazu den Befehl net start spooler ein. Falls die Installation bei 94% hängt, starten Sie den Computer neu und fahren Sie mit der Installation fort, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Alternativ starten Sie die Installation erneut.

Wenn eine Installation nicht abschließt, kann auch eine Reparatur helfen. Öffnen Sie dazu die Systemsteuerung, wählen Sie Programme und Features und dann das Microsoft Office 2013 Produkt, das Sie in der Liste sehen. Sie können auf der Startseite oder dem Startmenü appwiz.cpl eingeben. Wählen Sie Ändern in der Menüleiste und dann Reparieren.

Office-Installationen können Sie auch reparieren, wenn die Installation nicht funktioniert.

Die Bekämpfung von Outlook-Problemen bei einer Side-by-Side-Installation

Angenommen ein Benutzer benötigt Office 2010 und Office 2013 parallel auf dem Rechner. Nachdem Sie Office 2013 installiert haben, hat dieser aber keinen Zugriff mehr auf Outlook 2010. Dies kann passieren, wenn Sie die Click-to-Run-Version von Office 2013 auf einem Computer installieren, auf dem sich die  MSI-basierte Version von Outlook 2010 befindet. In diesem Fall können Sie nicht beide Versionen von Outlook parallel einsetzen. Die einzige Möglichkeit in diesem Fall ist der parallele Betrieb von Outlook 2010 in einer virtuellen Maschine (VM), die Sie zum Beispiel mit Hyper-V zur Verfügung stellen, wenn Sie auf Windows 8 Pro oder Enterprise setzen.

Ein Side-by-Side-Installation kann auch dazu führen, dass Dateitypzuordnungen nicht mehr funktionieren und Probleme mit bestimmten Befehlen, wie die Datei > Als Anhang senden in anderen Office-Anwendungen auftreten.

Das Problem hängt mit dem Einsatz von Outlook 2010 zusammen. Schließen Sie Outlook 2010, sollte das Problem teilweise behoben sein. Allerdings ist das ziemlich umständlich und funktioniert nicht immer. Unabhängig davon empfiehlt Microsoft eindeutig die Begrenzung der Zeit, in der Benutzer Office-Versionen nebeneinander verwenden. Das heißt, Sie sollten vollständig auf Office 2013 migrieren. Wenn Office 2010 weiterhin eingesetzt werden muss, verwenden Sie entweder einen Remotedesktop-Sitzungshost oder eine Parallelinstallation von Office 2010 auf einer virtuellen Maschine mit Hyper-V beziehungsweise dem Windows XP-Modus in Windows 7. Deinstallieren Sie die alten Office-Produkt(e), werden die Dateitypzuordnungen oft noch Probleme verursachen. Führen Sie in diesem Fall eine Reparatur durch.

Wenn wir bereits beim Thema Outlook sind, beschäftigen wir uns mit einem weiteren Problem. Nach einem Upgrade von einer älteren Version von Office kann ein Benutzer Fehlermeldungen wie "Outlook kann nicht fortgesetzt werden" erhalte. Das passiert vor allem, wenn Anwender versuchen Outlook 2013 zu öffnen. Das Problem liegt in diesem Fall wahrscheinlich an der PST-Datei. Verschieben Sie dazu einfach die PST-Datei in einen anderen Ordner. Öffnen Sie danach Outlook 2013 und importieren Sie die alte PST-Datei in Outlook. Die Daten bleiben dabei vollständig erhalten.

Deaktivieren des Startbildschirms in Office 2013-Programmen

Microsoft hat in Office 2013 den Office-Startbildschirm in Office 2013 integriert. Beim Start von Office 2013-Programmen zeigt die Office-Suite eine Auswahl der zuletzt geöffneten Dateien und Vorlagen auf dem System.  Der Bildschirm unterscheidet sich ein wenig von Anwendungen zu Anwendung, bietet dem Benutzer aber immer eine Liste der Vorlagen für diese Anwendung. Diese Vorlagen enthalten ein leeres Dokument (Word), eine Arbeitsmappe (Excel) oder eine Präsentation (PowerPoint). Viele Anwender sind von diesem Startbildschirm genervt und wollen beim Start einfach ein leeres Dokument öffnen, genauso wie in den Vorgängerversionen.

Ein Benutzer kann einfach die Eingabetaste oder Esc drücken, um vom Office-Startbildschirm auf eine neue Datei zu springen. Sie können aber auch in den Einstellungen festlegen, dass die Startseite nicht angezeigt werden soll. Dazu rufen Sie in der Registerkarte Datei die Optionen auf und klicken auf Allgemein.  Im Bereich Startoptionen unten im Fenster deaktivieren Sie die Option Startbildschirm beim Start dieser Anwendung anzeigen. Diese Option müssen Sie für jedes Office-Programm vornehmen.

Deaktivieren des Zugriffs auf Microsoft OneDrive

Wie Sie wahrscheinlich wissen, ist Office 2013 eng mit Microsoft OneDrive verbunden. Anwender können mit Datei\Speichern unter in jeder Office 2013-Anwendung Daten in OneDrive speichern. Office 2013 schlägt den Cloud-Speicher sogar als Standard vor. Wenn Benutzer sich mit einem Microsoft Office-Konto anmelde, ist der damit verbundene OneDrive-Speicher immer verfügbar, solange eine Internet-Verbindung da ist. An dieser Stelle können Unternehmen aber auch OneDrive For Business aus Office 365 anbinden.

Viele Unternehmen wollen aber keine Dateien außerhalb der eigenen Server speichern. Sie können Office 2013 ganz oder teilweise von OneDrive trennen. Damit OneDrive nicht mehr an erster Stelle steht, wählen Sie Datei\Optionen\Speichern. Im rechten Bereich des Fensters können Sie über drei Bereiche Einstellungen vornehmen, die OneDrive betreffen:

  • Backstage Ansicht beim Öffnen oder Speichern von Dateien nicht anzeigen. Wenn Sie diese Option aktivieren, verhindert das nicht wirklich das Erscheinen der Backstage-Speicherfunktionen mit den verschiedenen Datenquellen und der Anzeige von OneDrive. Allerdings erscheint nach Aktivierung dieser Option sofort ein Explorer-Fenster zur Speicherung, egal ob ein Anwender das Speichern über die Schnellzugriffsliste oder mit Strg + S startet. Über die Registerkarte Datei stehen aber weiterhin alle Speicheroptionen zur Verfügung.
  • Zusätzliche Speicherorte anzeigen, auch wenn eine Anmeldung erforderlich ist. Deaktivieren Sie diese Option. Sie wird nicht benötigt.
  • Standardmäßig auf Computer speichern.  Aktivieren Sie diese Option, wenn Benutzer Daten auf dem lokalen Computer oder Netzlaufwerken speichern sollen.

Deaktivieren Sie den Zugriff auf OneDrive in Office 2013 App-Optionen.

Wenn Sie diese Einstellungen in einer Office 2013-Anwendung ändern, gelten diese Änderungen für alle Office 2013-Produkte. Um den Zugriff auf OneDrive komplett zu deaktivieren, ist eine Methode, die Windows-Registrierung zu bearbeiten. Achten Sie darauf, zunächst eine Sicherungskopie der Registry zu machen.

Öffnen Sie den Registrierungs-Editor indem Sie regedit im Dialogfeld ausführen oder auf der Startseite eingeben. Im Editor navigieren Sie zu HKEY_CURRENT_USER \ Software \ Microsoft \ Office \ 15.0 \ Common \ SignIn. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen leeren Bereich im Hauptfenster auf der rechten Seite, und wählen Sie Neu\DWORD. Benennen Sie den Wert SignInOptions. Klicken Sie doppelt Sie auf den Eintrag SignInOptions und setzen Sie den Wert auf 3.

Um den Zugriff auf OneDrive in einer Unternehmensumgebung professionell zu deaktivieren, downloaden und installieren Sie die neuesten administrativen Templates für Gruppenrichtlinien und  Office-Anpassungstool. Nachdem die Installation abgeschlossen ist, öffnen Sie den Gruppenrichtlinien-Editor auf dem Domain Controller.

Navigieren Sie zu Benutzerkonfiguration> Administrative Vorlagen> Microsoft Office 2013> Sonstiges. Suchen Sie nach den Einstellungen Block signing into Office und verbieten Sie die Anmeldung an externen Diensten in Office.

Das Verständnis dieser potenziellen Probleme und Workarounds kann Administratoren und Anwendern helfen Office 2013 optimal und fehlerfrei im Unternehmen bereitzustellen.

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Artikel wurde zuletzt im August 2014 aktualisiert

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