Vorteile der Cloud-Funktionen in Exchange 2013

Im ersten Teil der Artikelserie zu Exchange 2013 erläuterte unsere Experte Gründe für ein Upgrade. In diesem Artiket vertieft er seine Ausführungen.

Dieser Artikel behandelt

Exchange-Management

Im ersten Teil dieser Artikelserie nannte ich drei Argumente, die für ein Uprade auf Exchange 2013 sprechen. Dabei...

ging es vor allem um die Infrastruktur und integrierte Funktionen. Wir erläuterten, wie Exchange 2013 Unternehmen helfen kann, ihre Infrastruktur zu vereinfachen und deren Lebensdauer zu verlängern. Zudem berichteten wir von neuen Funktionen in Exchange 2013, die automatisch Aufgaben abarbeiten und Exchange am Laufen halten.

In diesem Teil nennen wir weitere Feature, die man durch den Einsatz von Exchange 2013 gewinnt – inklusive Cloud-Funktionen, der Möglichkeit auf Drittanbieter-Software zu verzichten und sich speziell auf Endanwender zu konzentrieren.

Mit Exchange 2013 profitieren Anwender von neuen Funktionen

Wir bewegen uns auf eine Bring-your-own-Device- (BYOD-) Welt zu, in der Anwender bestimmen, welche Funktionen und Kompatibilitäten für die wachsende Zahl an Geräten vorhanden sein müssen. Der Umzug in die Cloud bedeutet, dass Sie vorbereit sein müssen. Mit der gleichen Code-Basis, die Sie in einer On-Premise-Umgebung von Exchange 2013 verwenden, werden sie auch die Vorteile nach der Einführung von Office 365 genießen können.

Mit Exchange 2013 sind mehrere neue Feature für Endanwender auf den Markt gekommen. Dazu gehört beispielsweise eine deutlich verbesserte Outlook Web App (OWA), die zahlreiche Funtionen, darunter Offline-Zugang und OWA for Devices, unterstützt. Wenn die Verwendung von Tablets auf ihrer Agenda steht, kümmert sich Exchange 2013 um die meisten Aufgaben, so dass man nicht auf die Inkonsistenzen von Exchange ActiveSync angewiesen ist.

Funktionen, wie zum Beispiel Apps für Outlook und OWA, gestalten Anwendern zudem die Arbeit effektiver, ob es sich um Vorschläge für Aufgaben oder praktische Tipps für Meetings handelt. Für Unternehmen mit Entwicklungsressourcen bietet es die Möglichkeit, branchenspezifische Anwendungen zu integrieren und Apps für beliebige Mobilgeräte zu nutzen.

Exchange 2013 beseitigt die Abhängigkeit von Drittanbieter-Software

Viele Unternehmen haben komplexe Anforderungen, so dass eine unendliche Anzahl von zusätzlichen Anwendungen für Exchange erforderlich sind. Gleichzeitig erfüllen nur einige Drittanbieter-Programme die Anforderungen, die zum Beispiel an Compliance-, Backup- und Antivirus-Software für die Bearbeitung von E-Mails auf Endgeräten gestellt werden.

Wenn Sie Exchange 2013 als Komplettpaket verwenden, können Sie auf einige zusätzliche Anwendungen verzichten. Die meisten Add-ons waren bisher nicht für Office 365 erhältlich. Viele Unternehmen stellen allerdings fest, dass sie diese Add-ons nach dem Umzug auf Exchange Online auch nicht benötigen, da Exchange 2013 die Funktionen schon bietet.

Das Compliance-Archiv (In-Place Hold) ist das neue Compliance-Feature in Exchange 2013, das einige Anwender bereits in ähnlicher Form aus Exchange 2010 (Legal Hold) kennen. Mit In-Place Hold können sie sicherstellen, dass mehrere Postfächer sowie ihr Inhalt so lange wie nötig aufbewahrt werden. Wie bei Legal Hold werden gelöschte oder veränderte Nachrichten in einen Bereich des Postfachs kopiert, auf den Endanwender keinen Zugriff haben. Sollten man diese Nachrichten zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigen, lassen sie sich über das Exchange Admin Center (Exchange-Verwaltungskonsole) oder das e-Discovery-Feature innerhalb von SharePoint extrahieren. Damit werden Unternehmen unabhängiger von Drittanbieter-Software, senken die Storage-Kosten und erhalten die Fähigkeit, dass die Nachrichten nicht verändert werden.

Ein Grund, warum Unternehmen verstärkt die Cloud nutzen, sind Backups. Die Kombination aus In-Place Hold, mehrere Kopien zusammen mit geringeren Storage-Kosten und die verbesserte Zuverlässigkeit von Exchange 2013 schaffen die Voraussetzung, um zu prüfen, ob sie traditionelle Exchange Postfächer-Backups noch benötigen. Die Verringerung der Abhängigkeit von Backup-Infrastruktur kann die Kosten für ein Exchange Upgrade rechtfertigen und Betriebskosten senken.

Ein Fluch von Administratoren sind Antimalware-Programme für die Überprüfung des E-Mails-Verkehr zwischen Anwendern. Wenn Sie Exchange 2013 implementieren, ist diese Funktion bereits enthalten und standardmäßig aktiviert. Microsoft hat die bisher genutzte Forefront Protection durch Antimalwaresoftware ersetzt. Betrachten Sie es als  eine Lösung, die bestehende Anti-Spam- und Antimalwaresoftware ergänzt.

Es existieren weitere Exchange-2013-Funktionen, um die Abhängigkeit von anderen Produkten zu verringern und die Mobilität zu verbessern. Der BlackBerry Enterprise Server (BES) war für viele Jahre das vorherrschende Add-on für die Kommunikation mit mobilen Geräten. Die Verwendung von BES ist dank ActiveSync deutlich gesunken, allerdings hat auch ActiveSync einige Probleme.

Wenn Ihr Unternehmen ActiveSync durch eine anderes Produkt ersetzt hat, bietet OWA for Devices eine integrierte Alternative. Wenn Sie ActiveSync vermeiden, da ActiveSync-Clients Schaden an Exchange Servern verursachen können, lassen sich mit den integrierten Funktionen verschiedene Bedrohungen abmildern, da es infizierte Geräte blockiert.

Exchange 2013 bereitet auf die Cloud vor

Kein Exchange Admin kann die Cloud ignorieren. Ist man für künftige cloud-basierte Funktionen gerüstet, lassen sich die Anforderungen eines Unternehmens besser bedienen. Das Verschieben von Daten in ein Data Center von Microsoft ist nicht für jedes Unternehmen eine Option. Doch dies kann sich ändern, so dass Sie schnell darauf reagieren müssen. Zum Beispiel ist eine verbesserte On-Premise-Version von Exchange eine relativ günstige Option, da man für mehr als fünf Jahre keine Änderungen vornehmen muss. Dabei könnten Sie auch feststellen, dass Ihnen die SLAs die Nutzung von Funktionen wie die Exchange Onlinearchivierung einräumt.

Eine Unternehmensfusion, Akquisition oder Expansion kann bedeuten, dass der Umzug auf eine hybride Umgebung Sinn macht. Derzeit ist Exchange 2010 mit Office 365 kompatibel und wird es auf absehbare Zukunft auch bleiben. Doch das kann sich in einigen Jahren ändern. Exchange 2013 bietet letztlich die nötigen Tools für die Implementierung und Umstellung auf eine Cloud-Umgebung.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2013 aktualisiert

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