Wie Sie eine SAP-Installation mit Disaster Recovery absichern

Zur Vermeidung von Datenverlust ist im Zuge eine effektive Backup and Restore-Strategie eine Disaster Recovery der SAP-Infrastruktur notwendig.

Dieser Artikel behandelt

SAP ERP

Es gibt zwei entscheidende Fragen, die sich jeder SAP-Berater oder -Administrator regelmäßig stellen und beantworten...

sollte: Wie sichere ich meine SAP-Implementierung vor unberechtigtem Zugriff, und was soll ich tun, wenn es trotzdem passiert?

Netzwerk-Sicherheit


SAP-Sicherheit ist ein weitreichendes Thema, über das Sie zunächst mit Ihrem Netzwerk-Team sprechen müssen. Außerdem geht es um das Betriebssystem und den Datenbank-Zugriff, auf denen das SAP-System aufsetzt. Hierfür wenden Sie sich an den System- und Datenbank-Administrator. Der häufigste Fehler ist hier, dass die Standard-Passwörter der Schema-Benutzer nicht  geändert werden.

Und dann ist da noch SAP selbst. Ganze Bücher sind über SAP-Rollen und -Berechtigungen geschrieben worden. Viele SAP-Kunden haben spezielle Authorization-Administratoren, die den ganzen Tag damit zubringen, Autorisierungen und Rollen mit den richtigen Menschen zusammenzubringen und zu konfigurieren. Der beste Ausgangspunkt dafür sind die Security-Seiten im Service Marketplace. Anleitungen mit SAP-Sicherheitsrichtlinien existieren für fast alle SAP-Komponenten.

Für detailliertere Informationen über SAP-Rollen und -Berechtigungen empfehle ich wärmstens SAP Security and Authorizations und The SAP Authorization System, beide bei SAP-PRESS erschienen.

Disaster Recovery 

Wenn Sie nicht über eine geeignete Backup-Strategie verfügen, können externe Faktoren sowie physikalische und logische Fehler Systemausfälle verursachen und zu Datenverlust führen. Gehen tatsächlich Daten verloren, aufgrund externer Faktoren wie Wasserschäden, physikalischer Fehler wie Hardware-Ausfall oder logischer Fehler wie einer versehentlich gelöschten Tabelle, müssen Sie die Datenbank auf den Zeitpunkt wiederherstellen, zu dem sie abgestürzt ist. Ist eine vollständige Wiederherstellung möglich, gehen nur die Daten der vor dem Fehler nicht übernommenen Transaktionen verloren.

Ihre Backup-Strategie muss entsprechend der Bedürfnisse Ihres Unternehmens gestaltet werden. Um die Verfügbarkeit Ihres SAP-R/3-Systems zu gewährleisten, sollten Sie Ihre Backup-Strategie sorgfältig testen, bevor das R/3-System live geht; ebenso nach jeder Änderung Ihrer Backup-Strategie.

Berücksichtigen Sie bei der Einrichtung Folgendes:

  • Überlegen Sie, wie lange Sie es sich in den oben beschriebenen Szenarien leisten können, das R/3-System herunterzufahren.
  • Entscheiden Sie, wie viel Betriebsdaten zu verlieren Sie sich leisten können. Das bestimmt den erforderlichen Zeitpunkt für die Recovery.

Um für jedes Szenario die geeigneten Maßnahmen sicherzustellen, erstellen Sie ein Dokument mit organisatorischen Beschreibungen der Verfahren und einen Eskalationsplan. Dieses Dokument muss von der Geschäftsleitung genehmigt und von der Person verstanden werden, die für die Datenbank-Wiederherstellung und -Recovery zuständig ist.

Ferner sollten Sie Art und Methode der besten Backup-Strategie für Ihr Unternehmen ermitteln und implementieren. SAP empfiehlt einen 28tägigen Backup-Zyklus. Nach meiner Erfahrung sollte jedes Unternehmen aber seinen eigenen definieren.

Als Ausgangspunkt empfehle ich einen Blick auf die System-Management-Seiten des SAP Service Marketplace sowie den Abschnitt Backup/Recovery in SAPs NetWeaver-Dokumentation.

Artikel wurde zuletzt im März 2010 aktualisiert

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