Sicherheit und Datenschutz bei Chatbots beachten

Lauren Kunze, CEO von Pandorabots, prognostiziert, dass Chatbots in absehbarer Zeit auch in vertikalen Branchen Einzug halten werden. Unternehmen im Gesundheits- und Finanzbereich müssen jedoch erst Chatbot-Sicherheit und Datenschutz gewährleisten, bevor sie die Technologie einsetzen.

Bei der jüngst stattgefundenen Konferenz Chatbots & Virtual Assistants for the Enterprise in San Francisco sprach Kunze im Video-Interview darüber, dass Kunden häufig zu viele persönliche Informationen preisgeben und vor welchen Herausforderungen Chatbot-Anwender bei der Datennutzung stehen. Für einige Branchen könnte der Einsatz von Chatbots laut Kunze zu einem Problem werden. Pandorabots bietet eine Plattform für die Entwicklung und Bereitstellung von Chatbots an.

Mit welchen Chatbot-Sicherheits- und Datenschutzthemen beschäftigen sich Unternehmen heute?

Lauren Kunze: Ich denke, dass die drei wichtigsten Branchen, die sich mit Chatbot-Sicherheit und Datenschutz befassen, Gesundheits-, Fintech- und diejenigen Unternehmen sind, die etwas mit Kindern oder mit den Bestimmungen des Children's Online Privacy Protection Act [Anm. des Redakteurs: Das Gesetz zum Schutz der Privatsphäre von Kindern im Internet in den USA] zu tun haben – das ist ein sehr langer Prozess. In großen Unternehmen durchläuft man häufig umfassende Sicherheitsüberprüfungen als Teil des Analyseprozesses. Das gilt für jedes große Unternehmen, etwa in Bezug auf die Entwicklungszeit und die Verkaufszyklen.

Gerade in diesen Organisationen und Bereichen ist eines der großen Probleme genau die Art von Dingen, die Menschen freiwillig im Chat angeben. Wenn Sie sich all Ihre Daten ansehen – und wir sprechen von über sechs Milliarden Nachrichten – stellen Menschen, unabhängig vom Anwendungsfall, sehr persönliche Informationen und persönlich identifizierbare Daten freiwillig zur Verfügung. Das schließt ihre Adresse und ihre Kreditkarten mit ein, selbst in Fällen, in denen eine Transaktion zu diesem speziellen Thema nicht wesentlich ist.

Ich denke, wir werden viele neue Dialoge über Privatsphäre und Sicherheit erleben, die wir bisher noch nicht erlebt haben, auch was die Art und Weise anbelangt, wie diese Daten gespeichert werden. Bei größeren Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, stellen wir manchmal spezifische Parameter auf, wie wir die Daten verwenden können: löschen wir die Daten nach einigen Monaten oder muss man sie in manchen Fällen auf Compliance-Servern speichern? Das ist etwas, das man beachten sollte. Man sollte auch bedenken, dass das ein großes Thema in Zukunft ist, da es ein neues Paradigma ist und Konversationen eine der intimsten Sphären unserer Interaktionen sind.

Glauben Sie, dass diese Sicherheits- und Datenschutzbedenken die Annahme von Chatbots in den von Ihnen erwähnten Branchen bremsen werden?

Kunze: Bei unseren Projekten im Bereich der professionellen Dienstleistungen scheuen wir uns aus Sicherheits- und Datenschutzgründen vor den von mir erwähnten Branchen – Gesundheitswesen, Fintechs und alles, was Kinder betrifft –, da sie so streng reguliert sind und sehr strittig sein können.

Wir konzentrieren uns auf den ausgereiftesten Teil des Marktes, zu dem meiner Meinung nach die Unterhaltungs- und Marketing-Industrie gehören, vor allem bezogen darauf, wo sich die Etats befinden, wo es einen Appetit für Entwicklungen gibt und wo die realen Geschäftsresultate heute sind. Allerdings werden die Sicherheits- und Datenschutzbedenken die Chatbot-Industrie nicht davon abhalten, alle vertikalen Ebenen zu berühren. Alle großen Unternehmen der Welt investieren in diese Technologie, denn sie verfügen über riesige KI- und Konversationsteams für die Benutzeroberfläche. Der Trend kommt definitiv und dies wird eine ganze Reihe neuer Komplikationen und Bedenken bezüglich der Chatbot-Sicherheit und Privatsphäre bringen.

In einem weiteren Video spricht Lauren Kunze über den Geschäftsnutzern von Chatbot-Daten.

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