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Wann lässt sich SharePoint Online an individuelle Kundenwünsche anpassen?

Unternehmen passen SharePoint oft an ihre Bedürfnisse an, doch in der Cloud funktioniert das nicht. Wann wird Microsoft diesen Nachteil beheben?

Microsofts Roadmap für SharePoint weist deutlich in Richtung Cloud. Doch die meisten Nutzer folgen diesem Weg nur langsam. Das größte Hindernis dafür ist wahrscheinlich die mangelnde Anpassungsfähigkeit in der Cloud. Eine kürzlich veröffentlichte AIIM-Umfrage ergab, dass 85 Prozent der SharePoint-Benutzer das System an ihre Bedürfnisse anpassen. Diese Anpassungen funktionieren in der Cloud mit SharePoint Online aber nicht. Für viele Anwender stellt sich daher die Frage: Gibt es Anzeichen dafür, dass Microsoft dieses Hindernis für eine Cloud-Migration beseitigen wird?

Wenn Sie sich mit Ihren Anwendungen in die Cloud begeben, benutzen Sie die Server von anderen. Wenn Sie also SharePoint Online einsetzen, müssen Sie mit Microsoft Servern leben und alles über die Client-Seite erledigen.

Aus Effizienzgründen verweigert SharePoint Online seinen Benutzern einige Funktionen. Das hat seinen Grund: Wenn Sie eine Umgebung mit 10.000 Benutzern auf der gleichen Online-Plattform managen, werden die kleinsten Veränderungen an dieser Plattform möglicherweise Auswirkungen auf viele Kunden haben. So etwas kann sich Microsoft nicht leisten. Deshalb standardisieren sie die Anwendung für den Cloud-Betrieb so weit wie möglich. Das wiederum macht es schwierig für Anwender, Anpassungen auf Client-Seite vorzunehmen. Und Anpassungen auf Server-Seite sind ohnehin völlig unmöglich, da Sie nicht im Besitz dieser Server sind.

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Ist eine Änderung in Sicht? So bald nicht – aber es muss sich irgendwann etwas ändern. Microsoft braucht eine bessere serverseitige Architektur und bessere Dienstleistungen, die – ohne Verlust an Effizienz – umfangreiche Anpassungen ermöglichen. Soweit sind wir noch nicht, aber ich denke, Microsoft hat laut und klar vernommen, das dies ein Problem ist, was die Anwender-Community unbedingt möchte.

Wenn man sich anschaut, wie es mit SharePoint weitergeht, spricht vieles dafür, dass SharePoint 2016 die letzte lokale Version sein wird. Schließlich gibt Microsoft derzeit viel Geld für Marketing und Entwicklung aus, um möglichst alle Anwender dauerhaft in die Cloud zu bringen. 

Es dürfte noch drei bis vier Jahre dauern, bis dieser Prozess abgeschlossen ist. Daher denke ich, Microsoft wird die neueste On-Premise-Version bis voraussichtlich 2020 unterstützen. Aber da Microsoft langfristig alle in die Cloud bringen möchte, hat der Konzern keine andere Wahl, als das Probleme mit SharePoint Online zu beheben.

Über den Autor:
Scott Robinson hat 20 Jahre IT-Erfahrung. Seine Spezialgebiete umfassen vor allem Business Intelligence und System Integration. Er ist ein Enterprise-Architekt und hat einen Abschluss in Sozialpsychologie. Er arbeitet als Berater und hält regelmäßig Vorträge über Analytics, Business Intelligence und Sozioinformatik.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2015 aktualisiert

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