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Wie hilft SAP Warehouse Management beim Management gefährlicher Güter?

Verglichen mit der Komponente Materialwirtschaft hilft SAP Warehouse Management optimaler beim Management gefährlicher Güter. Ein Funktionsüberblick.

Unternehmen, die gefährliche Güter produzieren beziehungweise verkaufen oder gefährliche Materialien als Rohstoffe behandeln, werden feststellen, dass sie mit der Komponente SAP Warehouse Management (Lagerverwaltung, WM) in SAP ERP Central Component optimal gerüstet sind. Im Vergleich dazu bietet die Komponente Materialwirtschaft nicht die umfangreichen Funktionalitäten für die Materialbehandlung wie SAP Warehouse Management.

Ein Material wird als gefährlich eingestuft, wenn es gesundheitsschädlich ist, gefährliche Auswirkungen haben kann (zum Beispiel Feuer oder Explosion) oder umweltschädlich ist. Abgesehen davon, wie ein Unternehmen Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltschutzverfahren definiert, um mit gefährlichen Gütern zu arbeiten und diese zu lagern, müssen Lagerverwalter dafür sorgen, dass Verarbeitung, Transport und Lagerung gefährlicher Stoffe den lokalen und nationalen Gesetzen und Vorschriften entsprechen. Häufig sind diese Punkte Gegenstand einer regelmäßigen oder zufälligen Kontrolle.

Wie bei den meisten SAP-Implementierungsprojekten gibt es vier Schwerpunkte, auf die sich Unternehmen bei der Implementierung der SAP-Komponente Warehouse Management in SAP ECC konzentrieren sollten. Diese vier Bereiche sind Konfiguration, Stammdaten, Transaktionen und Berichte.

Konfiguration: Der erste Bereich besteht aus der einmaligen Backend-Einstellung, die SAP-Berater in Zusammenarbeit mit Business-Anwendern unternehmen, um konfigurierbare Objekte zu definieren. Einige Beispiele für konfigurierbare Objekte in SAP Warehouse Management umfassen Brandschutzabschnitte, die jedes Lager haben sollte; physische Standorte, an denen gefährliche Güter gelagert werden; Warnhinweise, die vom System ausgegeben werden müssen, zum Beispiel Warnungen zu Hautreizungen oder Einatmung; Warnhinweise für die Gefahrgutlagerung; und Informationen über Lagerklassen, zum Beispiel für Druckgas oder brennbare Flüssigkeiten.

In diesem Schritt ist es außerdem wichtig, eindeutig zu identifizieren, welche Lager für die sichere Lagerung gefährlicher Güter gekennzeichnet sind, so dass das Lagerpersonal gefährliche Materialien nicht an einem falschen Ort platziert.

Stammdaten: Stammdaten sind Daten, die sich nicht häufig ändern, im SAP-System für eine lange Zeit verbleiben und eventuell für Geschäftstransaktionen verwendet werden. Stammdaten verwenden die im vorherigen Schritt erstellte Konfiguration.

In SAP Warehouse Management erzeugt der Stammdaten-Controller einen Gefahrgutdatensatz und verwaltet spezifische Handhabungs- und Lagerdetails. Der nächste Schritte besteht darin, eine Verknüpfung zwischen diesem Gefahrgutdatensatz und dem Materialstammsatz in der Registerkarte 1 des Materialstammsatzes zu pflegen. Dadurch wird sichergestellt, dass das System, sobald es in Warehouse Management geschäftliche Transaktionen wie Warenausgang, Umlagerung oder Wareneingang gibt, Warnhinweise und Kontrollen im Zusammenhang mit dem Gefahrgut auslöst.

Transaktionen: Lagermitarbeiter erfassen in SAP ECC routinemäßige Transaktionen, die sich auf Gahrengüter beziehen, zum Beispiel Wareneingänge für Kundenaufträge, Wareneingänge von Lieferanten oder Umlagerungen von einem Lager in ein anderes. Das System gibt eine Warnung oder einen Alarm aus, wenn es Abweichungen von dem im Gefahrgutstammdatensatz definierten Kontrollen gibt.

Berichte: Wie in allen ECC-Komponenten gibt es mehrere Berichte und Funktionen, die für die Berichterstattung, Überwachung und Kontrolle der verschiedenen Beteiligten (Lagerverwaltung und interne oder externe Inspektionsteams) zur Verfügung stehen.

Die Implemetierung von SAP Warehouse Management erfordert eine enge Abstimmung mit dem Material-Management-Team, da Konfiguration, Stammdaten und Geschäftsprozesse (Transaktionen) eng miteinander integriert sind.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2017 aktualisiert

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