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Wie können Prozessfertiger von Technologie für Industrie 4.0 profitieren?

Hersteller von Chemikalien, Lebensmitteln und Medikamenten können durch IIoT-Technologien viel gewinnen. Ein Blick auf mögliche Einsatzszenarien.

Industrie 4.0 oder das Industrial Internet of Things (IIoT) hat viel zu bieten. Herstellende Unternehmen können zum Beispiel die Vorteile dieser Features genießen: eine erhöhte Sichtbarkeit der gesamten Lieferkette, eine enge Rückverfolgung von Aktivitäten innerhalb und außerhalb der Produktionsanlagen, präzise und zeitgemäße Messungen sowie weniger manuelle Berichterstattungsanforderungen.

Speziell Prozessfertiger, die umfangreichen Dokumentations- und Tracking-Anforderungen unterliegen, können von IIoT-Technologien profitieren.

Berichterstattung zu den Produktionsstätten

Prozessfertiger verwenden häufig eine hoch automatisierte Fließbandfertigung oder Misch- und Verpackungsprozesse. Für diese eignen sich traditionelle Berichterstattungsmechanismen in der Regel nicht, so dass Produktionsverfolgung, Ist-Kalkulation und die Transaktionsberichterstattung nicht trivial sind.

Unternehmen erledigen in der Regel Abteilungsabrechnungen, Rückmeldungen und End-of-Shift Reports mit Verzögerungen und mangelnder Präzision. IIoT-Automatisierung kann die Prozesse kontinuierlich und präzise verfolgen, so dass Echtzeit-Tracking und eine genau Kalkulation möglich sind. Sensoren und Smart Controller können Maschinenzyklen (Produktionsmenge), Zeit, Materialverbrauch und andere Prozesse verfolgen, ohne dass die jeweiligen Betreiber von ihren anderen Aufgaben abgelenkt sind. Das führt zu einer effizienteren Produktionslinie.

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Prozessdokumentation

Lebensmittel- und Pharmahersteller benötigen häufig sehr detaillierte Aufzeichnungen über Verarbeitungsbedingungen und Aktivitäten. Auch hier können IIoT-Sensoren und angeschlossene Smart Controller verwendet werden, um die benötigten Informationen zu sammeln. Die Technologien erreichen dabei Detaillevel, die bei einem manuellen Reporting unerreichbar sind.

Zusätzlich zu den aufgeführten Punkten können Lebensmittel- und Pharmaunternehmen kritische Parameter wie Temperatur, Feuchtigkeit, Druck, Viskosität, Festigkeit und andere Qualitätskriterien für jede Charge oder Produktionsgruppe verfolgen (zum Beispiel Tag, Schicht, Maschine, Maschinenarbeiter), um den Verarbeitungssatz zu vervollständigen.

Rückverfolgbarkeit und Produktkette

Jedes kontrollierte oder regulierte Produkt muss auf eine bestimmt Charge oder Menge von Anfang bis Ende zurückverfolgt werden können. Das beinhaltet: Rohstoffe, Lieferant, Charge, Versand, gelegentlich auch Bearbeitungs- und Umgebungsbedingungen, Produktionsabläufe, Zeiten, Maschinen oder Produktionslinien, Maschinenarbeiter und Distributionsdaten, einschließlich wie und wo Produkte gelagert werden beziehungsweise wie Produkte zum Endkunden gelangen.

ERP-Systeme, die für Lebensmittel- und Pharmamärkte konfiguriert sind, enthalten die entsprechenden Datenbank- und Analysewerkzeuge, müssen aber mit den notwendigen Daten in den Tabellen befüllt werden. An dieser Stelle kommt IIoT ins Spiel. Geräte, die standortbezogene Daten verarbeiten (zum Beispiel RFID und GPS), ermöglichen die Verfolgung aller Bewegungen des Bestands. Sensoren erfassen wiederum zum Beispiel Umgebungsbedingungen, gemessene Parameter, Vibrationen, Temperatur.

Zusätzlich zur einfachen Verfolgung und Dokumentation, können IIoT-Daten verwendet werden, um zusätzliche Funktionen zu steuern, die den Herstellern helfen, die Effizienz zu steigern, Kosten zu reduzieren und das Geschäft besser zu verwalten. Bessere aktuelle Kalkulationsinformationen und genaue Inventaraufzeichnungen (von der tatsächlichen Verwendung) sind dabei die zwei zentralen Vorteile.

Einige Unternehmen könnten die Daten von den angeschlossenen Geräten außerdem verwenden, um den Vertrieb präziser zu verwalten (Weiterleitungen von Produkten, um veränderte Bedürfnisse zu befriedigen), intelligente Nachschubmodelle auf Grundlage von Echtzeit-Verbrauchsdaten zu implementieren, Material- und Asset-Tracking einzusetzen, um Diebstahl zu erkennen und zu verringern sowie Lagerbestände durch das Etikettieren und Verfolgen von Produkten über die gesamte Lieferkette hinweg zu verwalten.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2017 aktualisiert

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