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Fünf Business Cases für Mobile-App-Entwicklungsplattformen

Eine Mobile App Development Platform (MADP)kann Unternehmen bei der Erarbeitung von Basis-Apps nützlich sein. Fünf Business Cases für eine MADP.

Mobile App Entwicklungsplattformen (Mobile App Development Platforms, MADP) ermöglichen es Unternehmen, Apps für Mobilgeräte wie Tablets und Smartphones zu entwickeln, zu testen und bereitzustellen. Unternehmen profitieren von den Tools in verschiedenen Fällen. Entwickler und IT-Verantwortliche müssen allerdings zuerst ihre CTOs und andere Entscheidungsträger von den Vorzügen einer solchen Plattform überzeugen.

Um Ihnen zu helfen, die relevanten Entscheidungsträger zu überzeugen, stellen wir fünf Business Cases vor. Obwohl sich die Beispiele in einigen Details überschneiden, veranschaulicht jeder Fall einen ganz bestimmten Nutzen, den man aus einer solchen Plattform ziehen kann.

Jeder Fall zeigt, warum Investitionen in eine Entwicklungsplattform eine kluge Strategie sein kann. Selbst wenn sich nur ein oder zwei der vorgestellten Fälle auf eine Organisation übertragen lassen, so kann dies ein Hinweis sein, wie sich eine solche Plattform konkret nutzen lässt.

Business Case #1: Mehr Apps für mehr Betriebssysteme freigeben

Um Geschäfte zu tätigen und ihre Kunden und Partner zu unterstützen, verlassen sich Unternehmen heute mehr denn je auf Mobile Apps. Weil die Anwender aber unterschiedliche Mobilgeräte einsetzen, benötigen Unternehmen Apps, die auf mehreren Betriebssystemen und Gerätetypen funktionieren, egal ob Smartphones, Tablets oder auch Wearables oder virtuelle Assistenten. Die Erstellung dieser Apps ist leider komplex und zeitaufwendig.

Ein MADP rationalisiert und optimiert diesen Prozess. Eine solche Entwicklungsplattform ist ein End-to-End-Tool, mit dem sich Anwendungen für verschiedene Betriebssysteme und Gerätetypen entwickeln und bereitstellen sowie zuverlässig und sicher verwalten lassen. Mit einem MADP hat DevOps alles, was es zum Erstellen, Testen, Debuggen, Bereitstellen, Hosten und Verwalten der Anwendungen benötigt - alles in einer integrierten Infrastruktur.

Ein typisches MADP beinhaltet ein plattformübergreifendes Framework, das es ermöglicht, mehrere Versionen einer App aus einer einzigen Code-Basis heraus zu entwickeln. Entwickler müssen keine Zeit damit verbringen, zahlreiche Programmiersprachen zu erlernen oder für jedes Betriebssystem die Anwendung neu zu programmieren.

Viele Plattformen enthalten auch Funktionen für Rapid Mobile Application Development (RMAD). RMAD integriert modulare Drag-and-Drop-Funktionen in die Entwicklungsumgebung, so dass Administratoren Anwendungen schneller erstellen können.

Auch Organisationen profitieren davon, da sie die Infrastruktur dafür nicht von Grund auf neu aufbauen müssen. Mobile-App-Entwicklungsplattformen beinhalten von Haus aus Technologien, die für die Implementierung, Aktualisierung und Überwachung der Apps sowie für Pflege und Integration mit Systemen von Drittanbietern, zum Beispiel Verzeichnisdienste, erforderlich sind. Administratoren müssen keine Sicherheitsmodelle, Management-Tools, Analysesoftware oder andere Komponenten implementieren. Das erspart ihnen Zeit und Kopfzerbrechen.

Business Case #2: Entwicklungs- und Implementierungskosten reduzieren

DevOps-Ressourcen haben einen hohen Preis. Je mehr Zeit Administratoren mit dem Erstellen, Bereitstellen und Support von Apps verbringen, desto teurer werden diese Apps. Werden die Ausgaben für Hard- und Software noch hinzugefügt, können die Kosten unerschwinglich sein.

Mobile-App-Entwicklungsplattformen helfen Kosten zu sparen, indem sie ein plattformübergreifendes Framework bereitstellen. Dieses unterstützt die Wiederverwendbarkeit von Code, die modulare Entwicklung und die Zusammenarbeit im Team. Außerdem stellt eine solche Plattform Entwicklern Templates, Plug-Ins und fertige Komponenten für die Optimierung der Abläufe zur Verfügung. Darüber hinaus benötigen Entwickler weniger Schulungen, da sie nicht so viele neue Technologien erlernen müssen. Organisationen müssen keine zusätzlichen Entwickler einstellen, die über Expertise in einer bestimmten mobilen Technologie verfügen.

Mobile-App-Entwicklungsplattformen können auch Administratoren Zeit, und damit dem Unternehmen Kosten, sparen. Diese Werkzeuge stellen Infrastruktur und Backend-Services bereit, die für die Unterstützung des gesamten Lebenszyklus der Anwendungen erforderlich sind. Dies beinhaltet auch die Erstellung, Bereitstellung und das Hosting der Anwendungen. Darüber hinaus bietet ein MADP standardisierte APIs und Konnektoren für die Integration von externen Systemen und Datenquellen. Wenn ein IT-Team auf eine solche Plattform verzichtet, würde dies erhebliche personelle Ressourcen in Anspruch nehmen.

Die Berechnung der Total Cost of Ownership (TCO) eines solchen Tools ist allerdings nicht ganz einfach, egal ob es sich um eine lokale Implementierung oder einen Cloud-Service handelt. Um zu berechnen, ob sich ein solches Tool lohnt, müssen potentielle Käufer solcher Plattformen eine Vielzahl von Faktoren berücksichtigen. Dazu gehören zum Beispiel die vorhandenen internen Ressourcen und Fähigkeiten, die Anzahl der geplanten Anwendungen, die unterstützten Betriebssysteme und das verfügbare Budget. Bevor ein Käufer eine Entscheidung trifft, sollte er die Kosten für jede Option gründlich analysieren, damit er genau weiß, was auf ihn zukommt.

Business Case #3: Freigeben von DevOps-Ressourcen für Projekte mit hoher Priorität

Die meisten Organisationen haben ein breites Spektrum an Entwicklungsprojekten, die sie mit DevOps implementieren möchten. Wenn Teams beim Aufbau und der Bereitstellung von Apps steckenbleiben, bleibt ihnen nur noch wenig Zeit für alles andere.

Mobile-App-Entwicklungsplattformen können dabei helfen, Ressourcen freizusetzen. Da sie die plattformübergreifende Entwicklung unterstützen und weniger Entwickler-Know-how erfordern, können sich erfahrene Entwickler auf wichtige Projekte konzentrieren. Auch Administratoren profitieren davon, weil sie weniger Zeit für die Implementierung und Verwaltung der Infrastruktur benötigen.

Noch mehr profitieren können Organisationen von MADPs, die RMAD-Funktionen unterstützen. Damit können beispielsweise Fachabteilungen ihre eigenen Anwendungen ohne großes Entwickler-Know-how erstellen. Zum Beispiel kann die Personalabteilung ein MADP nutzen, um hybride Anwendungen für ihre Mitarbeiter bereitzustellen. Das MADP kümmert sich um Sicherheit, Daten-Management und Deployment, so dass DevOps-Ressourcen wenig beansprucht werden.

Darüber hinaus kann eine Organisation Mobile-App-Entwicklungsplattformen für verschiedene Zwecke implementieren. Für einfachere Anwendungen könnte sie die Vorteile von RMAD nutzen, und für anspruchsvollere Anwendungen schwierigere Funktionen.

Business Case #4: Interne Abteilungen eigene Apps entwickeln lassen

Viele Plattformen für die Entwicklung von Mobile-Anwendungen haben RMAD-Funktionen integriert. Diese Funktionen werden fast täglich robuster. RMAD ermöglicht es einem Power-User, wie zum Beispiel einem Finanzanalytiker oder Operations-Experten, Anwendungen zu erstellen, ohne auf DevOps-Ressourcen zurückgreifen zu müssen.

Die Folge: Mit RMAD können kleinere Betriebe ihre Anwendungen schneller und kostengünstiger bereitstellen als dies bisher möglich war. Unternehmen können RMAD auch verwenden, um ganz allgemein die Anwendungsentwicklung zu beschleunigen und Kosten zu senken, sowohl auf Abteilungsebene als auch unternehmensweit.

Ein MADP, das RMAD unterstützt, bietet eine modulare Drag-and-Drop-Entwicklung, die sich stark auf Vorlagen und vordefinierte Komponenten stützt. Diese können die Mitarbeiter, die damit arbeiten, leicht in eine Anwendung integrieren. Mobile-App-Entwicklungsplattformen machen es außerdem einfach, Anwendungen mit Datenquellen zu verbinden und sie mit wenigen Mausklicks auf verschiedene Gerätetypen zu verteilen.

RMAD eignet sich im Allgemeinen am besten für Basis-Apps, die die in der Entwicklungsumgebung angebotenen Out-of-the-Box-Features nutzen können. Besonders praktisch ist dieser Ansatz für interne Anwendungen, bei denen die wirtschaftliche Zweckmäßigkeit im Vordergrund steht. Bei komplexeren Anwendungen werden Entwickler wahrscheinlich DevOps-Ressourcen einbringen müssen.

Business Case #5: Die Integration in Backend-Systeme und -Services vereinfachen

Die meisten modernen Unternehmen haben erhebliche Finanzmittel in ihre Backend-Technologien investiert und möchten in diese Systeme auch ihre Mobile Apps integrieren. Auf diese Weise können sie die vorhandenen Sicherheits- und Verwaltungsstrukturen nutzen und gleichzeitig ihren Applikationen die benötigten Daten zur Verfügung stellen.

Leider ist die Orchestrierung der Konnektivität keine Kleinigkeit. Die IT muss möglicherweise in Systeme integriert werden, die Offline-Betrieb, Benutzerauthentifizierung, Ressourcenzugriff und andere Vorgänge unterstützen. Ein beträchtlicher Teil der Entwicklungsarbeit ist deshalb für Integrationsprobleme aufzuwenden, zum Beispiel veraltete Konnektoren, falsch angepasste APIs oder inkonsistente Datenquellentypen.

MADP-Tools können einen Großteil der Integrationsarbeit für Unternehmen übernehmen: Sie enthalten bereits die Middleware und Backend-Services, die für die Verwaltung von Daten und die leichtere Konnektivität mit anderen Diensten und Datenpunkten erforderlich sind. Sie bieten vorgefertigte Konnektoren und bewährte APIs auf der Grundlage von Industriestandards. Damit machen sie es den Mitarbeitern möglich, Anwendungen zu sichern und zu verwalten und ihnen gleichzeitig Zugriff auf die erforderlichen Daten zu gewähren.

Pro und Kontra: Mobile-App-Entwicklungsplattformen

Wenn Sie einen Business Case für ein MADP erstellen, denken Sie daran, dass die Tools sich erheblich voneinander unterscheiden. Einige verfügen zum Beispiel nur über begrenzte RMAD-Fähigkeiten, bieten aber mehr Anpassungsmöglichkeiten. Andere haben genau die gegenteiligen Features. Man sollte auch berücksichtigen, ob Anwender die Tools lokal, in der Cloud oder in beidem implementieren kann. Das ist wichtig, weil die Anforderungen an die Ressourcen je nach Art der Tool-Implementierung variieren.

Obwohl MADP-Tools nicht alle Anforderungen an Mobile Apps erfüllen, können sie genau das Richtige sein, das ein Unternehmen braucht, um Apps schneller, einfacher und billiger zu generieren.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2018 aktualisiert

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