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SAP ECC: Hauptmerkmale der Produktionstypen in der diskreten Fertigung

Firmen mit einer diskreten Fertigung erreichen eine optimalere Produktion, wenn sie fünf zentrale Features in ihr SAP ECC-Systems integrieren.

Für CIOs, welche die größten Schwachstellen in ihren Logistik- und Supply-Chain-Prozessen adressieren möchten, ist es wichtig, dass sie die Bedürfnisse der verschiedenen Business-Anwender ausbalancieren.

Jeder Anwender hat eine andere Ansicht, was für ihn wichtig ist, wenn es um die einzelnen Features, Tools und Funktionen von SAP ERP Central Component (ECC) geht, die sich speziell auf eine diskrete Fertigungsumgebung beziehen. Fertigungsplaner brauchen wahrscheinlich andere Tools als Materialplaner.

Im SAP-System ist die diskrete Fertigung (bei SAP auch Shop Floor Control genannt) ein Produktionsprozess, bei dem mehrere Baugruppen und Unterbaugruppen als Inventar gespeichert werden, bevor ein Endprodukt hergestellt wird. Dies ist bei weitem die komplexeste Form der Herstellung. CIOs können dabei nicht jeden Anwender vollkommen zufrieden stellen. Es gibt aber fünf SAP ECC-Features bei Produktionstypen in der diskreten Fertigung, die eine zentrale Stellung dabei einnehmen, die Unternehmensziele zu erreichen:

1. Produktionsplanung: Verglichen mit der Serienfertigung, ist die Planung von Produktionsprozessen in der diskreten Fertigung ein kritisches Moment, da es mehrere Produktionsschritte gibt und häufig Halbfabrikate gelagert oder sogar verkauft werden. Hierbei können die Planung- und Simulations-Tools von SAP helfen. Zum Beispiel hilft die Prognosefunktion, welche künftige Anforderungen an Materialien auf Basis historischer Daten vorhersagt, Materialanforderungen mit größerer Genauigkeit zu berechnen. Das Simulations-Tool Long-Term Planning hilft wiederum Planern in Beschaffung und Produktion, bessere Entscheidungen in den Bereichen Procurement, Produktion, Ressourcenplanung und Lagerhaltung zu treffen.

2. Materialbedarfsplanung (MRP): Die Materialplanung ist ein zentraler Aspekt in der diskreten Fertigung. MRP hilft, eine unterbrechungsfreie Produktion zu erreichen, indem sichergestellt wird, dass alle erforderlichen Komponenten zur Herstellung eines Produkts zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Menge verfügbar sind. MRP ist ein Materialplanungs-Tool, das in der Beschaffungsplanung von Fertig- und Halbfabrikaten sowie Rohstoffen verwendet wird. Es wird außerdem eingesetzt, die Wartung von Ersatzteilen, Verbrauchs- und Verpackungsmaterialien für eine optimalere Lieferkette zu planen. Im Allgemeinen verwenden Unternehmen MRP für die Planung von Materialien, die im Produktionsprozess benötigt werden. Allerdings lässt sich MRP auch für die Planung von Materialien einsetzen, die nicht in der Produktion verwendet werden.

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3. Kapazitätsplanung (CRP): Die Kapazitätsplanung in ERP-Systemen von diskreten Fertigungsunternehmen muss nicht nur Funktionen für eine gründliche Kapazitätsauswertung haben, sondern auch für den Kapazitätsabgleich. Die Kapazitätsauswertung lässt einen die Arbeitsbelastung jeder Maschine oder Ressource evaluieren. Der Kapazitätsabgleich ermöglicht es dem System wiederum, Alternativen vorzuschlagen, zum Beispiel die Erhöhung einer Arbeitsschicht beziehungsweise den Mehreinsatz von Arbeitskräften, wenn es zu Kapazitätsengpässen kommt.

4. Qualitäts-Management (QM): Der Aufbau einer Qualitätskontrolle und Materialprüfung zu jeder Stufe der Lieferkette ist absolut entscheidend. Zu diesem Zweck stellt die Integration des Qualitäts-Managements in jeder Phase der Logistik und Supply Chain (zum Beispiel Beschaffung, Produktion, Produktentwicklung und Vertrieb) sicher, dass ein Unternehmen mit so wenig wie möglich Produktrückgaben oder fehlerhafte Produktionen konfrontiert ist.

5. Bestandsführung: Die Bestandsführungslösung in einem ERP-System eines diskreten Fertigungsunternehmens sollte intelligent genug sein, benutzerdefinierte Warnungen zu schicken, wenn ein Produkt in Kürze abläuft oder wenn ein Material unter den Mindest- oder Höchstbestand gefallen ist. Genau diese Aufgabe übernimmt das SAP Frühwarnsystem.

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Artikel wurde zuletzt im September 2016 aktualisiert

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