Einen SAP HANA Cloud-Implementierungsplan entwickeln

Ausführliche Planung und Skalierbarkeit sind nur zwei entscheidende Punkte für die HANA Cloud-Migration. Vier Schritte zur erfolgreichen Migration.

CIOs, die Erfahrung mit dem Management traditioneller SAP-Implementierungen oder Rollout-Projekten haben, zum Beispiel SAP ERP Central Component (ECC) oder SAP Advanced Planning and Optimization (APO), sind häufig überrascht, wenn sie herausfinden, dass die Migration in die SAP HANA Cloud eine komplett neue Erfahrung ist. Verglichen mit dem On-Premises-Angebot ist die HANA Cloud ein noch relativ neues Angebot, welches daher einen gründlichen Implementierungsplan erfordert, um eine erfolgreiche SAP HANA Cloud-Migration sicherzustellen.

Zu diesem Zweck werden im Folgenden vier Schritte aufgezählt, die ein SAP HANA Cloud-Implementierungsplan beinhalten sollte.

1. Die Skalierungsanforderungen kennen

Der HANA Cloud Provider sollte in der Lage sein, die Skalierbarkeit für geschäftskritische Systeme innerhalb einer Produktionsumgebung sicherzustellen. CIOs sollten außerdem wissen, dass der HANA Cloud Provider in der Lage ist, das SAP HANA Cloud-Angebot jederzeit skalieren zu können. Diese Fähigkeit ist erforderlich, damit SAP-Systeme wie SAP ECC – ein unternehmenskritisches und transaktionsbasiertes System – nicht unterbrochen wird.

Migriert man auf der anderen Seite zum Beispiel SAP Business Warehouse in die HANA Cloud, wenn dies kein unternehmenskritisches System ist, können Unternehmen je nach Bedarf entscheiden, ob sie zusätzlich skalieren müssen. Werden mehr Server oder Speicher benötigt, kann es nach Bedarf die Ressourcen skalieren.

2. Service-Level-Agreements (SLAs) sicherstellen

Da SAP HANA Cloud Provider oder Service Provider bemüht sind, die maximale Anzahl an Kunden zu bedienen, quetschen diese mehrere SAP-Instanzen mehrerer Kunden in ihrer existierende IT-Landschaft. Diese Praxis wirkt sich allerdings negativ auf die Leistung des HANA-Systems aus, da viele Ressourcen um die begrenzten Systemressourcen wie Speicher und Netzwerkbandbreite kämpfen.

Es ist daher am besten, ein Service-Level-Agreement (SLA) mit dem Service Provider zu vereinbaren, um eine zuverlässige und konsistente Systemleistung zu erhalten, besonders, wenn das System Lastspitzen erreicht.

3. Einen ausführlichen Implementierungsplan priorisieren

Eine SAP-Landschaft, die aus Entwicklungs-, Qualitäts- und Produktionssystemen besteht, in die HANA Cloud zu migrieren, erfordert eine sorgfältige Planung aller Systeme. Dennoch übergehen Unternehmen immer wieder eine effektive Planung für die Entwicklungs- und Qualitätssysteme. Typischerweise gibt es zwischen drei und fünf dieser Systeme.

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Nehmen wir als Beispiel ein Unternehmen, das eine hybride Umgebung plant. Dieses Unternehmen könnte sich dafür entscheiden, die SAP Entwicklungs- und Konfigurationsarbeiten sowie das Testen der internen Systeme und Prozesse auf einem kleineren On-Premises SAP HANA Server zu machen.

Alle qualitätsgeprüften und freigegebenen Entwicklungs- und Konfigurationsarbeiten können dann auf die SAP HANA Cloud übertragen werden. Diese Vorgehensweise führt zu erheblichen Kosteneinsparungen, da das Unternehmen lediglich für das endgültige und freigegebene Produkt zahlt, das in der HANA Cloud verwendet wird.

Wenn eine Organisation bevorzugt, alles direkt in der SAP HANA Cloud-Landschaft zu bewegen, sollte sie in Betracht ziehen, SAP HANA Cloud Platform für Entwicklung und Tests einzusetzen. Auf diese Weise können die Entwickler und Tester das Systemdesign auf der günstigeren HANA Cloud Platform testen, statt direkt auf die teurere HANA Enterprise Cloud zu wechseln. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Testphase können die Entwickler das System von der HANA Cloud Platform in die HANA Enterprise Cloud übertragen, wo sich das SAP-Produktionssystem befindet.

4. Migrations-Tools verwenden

Kennt man die Datenmigrations-Tools und Services des HANA Cloud Providers und kann diese effektiv einsetzen, kann dies viel Zeit und Geld sparen. Der Einsatz zum Beispiel eines Virtualisierungs-Tools wie SAP Landscape Management kann alle Aufgaben automatisieren, die mit der Virtualisierung einer On-Premises-Landschaft für die HANA Cloud verbunden sind.

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Artikel wurde zuletzt im September 2016 aktualisiert

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