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Zwischen Hype und Realität: Was IBM Watson für Analytics bietet

IBM versucht Watson wieder zurück ins Rampenlicht zu drängen, nachdem Big Blue mehrere Akquisitionen hinter sich und neue Produkte präsentiert hat.

IBM Watson ist ein Cognitive-Computing-System, das Texte und andere unstrukturierte Daten analystiert, und hierfür Technologien für Machine Learning und die Verabeitung natürlicher Sprache verwendet. Das Watson-System, welches auch über eine synthetische Stimme kommunizieren kann, erlangt erstmals größere Bekanntheit, als es 2011 die zwei besten Jeopardy!-Gewinner in einem zwei Spiele dauernden Wettbewerb besiegte. Mittlerweile versucht IBM Watson in eine Mainstream Analytics-Plattform zu verwandeln.

Der Hype: Nachdem es einige Jahre um Watson ruhig geworden ist, investierte IBM 2014 rund eine Milliarde Dollar in die neue Watson Business Unit. Seitdem hat das Unternehmen insgesamt sechs Watson-Produkte entwickelt, einschließlich Anwendungen, die bei der Krebsbehandlung unterstützen sowie den Kunden-Self-Service verbessern sollen.

Daneben hat IBM Einheiten für den Gesundheitsbereich und das Internet of Things (IoT) gegründet und mehrere Akquisitionen getätigt, um weitere Daten in das System zu integrieren. Ein Beispiel sind die kürzlich übernommenen IT und Data Assets von Weather Co. IBM hat Watson außerdem in letzter Zeit wieder ins Rampenlicht gedrängt, indem es verschiedene TV-Spots, unter anderem mit Bob Dylan und Serena Williams, veröffentlichte.

Die Realität: Trotz Verträgen mit Kunden wie CVS Health und dem Kleidungshersteller The North Face, konnte IBM mit Watson bisher keine großen kommerzielle Erfolge mit dessen smarten Funktionen feiern. Der Einsatz des Systems ist allerdings auch nicht einfach: Vor allem Early Adopter verweisen darauf, dass es dedizierter Anstrengungen bedarf, um Watson so zu trainieren, dass das System analytische Aufgaben akkurat ausführt.

Die Entwicklung von Anwendungen kann ebenfalls kompliziert sein, auch wenn IBM versucht hat, dieses Problem zu lösen, indem es mehr als zwei Dutzend APIs veröffentlichte. Wenn dieser Schritt nicht bei den Entwicklern zieht, könnte der Push für Watson am Ende mehr Gerede als wirklicher Fortschritt sein.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2016 aktualisiert

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