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SAP bringt HANA-fähiges BusinessObjects für prognostische Analysen

SAP BusinessObjects Predictive Analysis bringt als HANA-fähiges Analysetool für SAP-Kunden entscheidende Vorteile im Umgang mit Big Data.

SAP-Kunden verwenden BusinessObjects seit Jahren auch für die Analyse und Interpretation historischer Daten. Für Prognosemodelle und Visualisierungsfunktionen jedoch waren Sie zumeist auf die Hilfe von Drittanbietern angewiesen. Mit der Einführung von SAP BusinessObjects Predictive Analysis soll sich das jetzt geändert haben.

Die Software befindet sich derzeit in der Anlauf-Phase und soll als Einzelanwendung sowie in Verbindung mit der Plattform SAP HANA verfügbar sein. Kunden können damit Prognosen auf Basis großer Datenmengen erstellen.

„Prognosen gibt es schon seit Längerem. Aber es hat ein paar Veränderungen auf dem Markt gegeben, die wir nutzen wollten. Eine davon ist Big Data“, erklärt Jason Kuo, Marketing-Manager für SAP Analytics. „Mit zunehmenden Datenmengen erhöht sich auch der Wert der Fragen, die man stellen kann, und der Antworten darauf.“

Laut SAP wird die neue Anwendung Kunden eine Reihe von Prognose-Funktionen zur Verfügung stellen. So soll es unter anderem möglich sein, historische Verkaufszahlen ins Verhältnis zu den Kosten zu setzen und abzuschätzen, was beides für den künftigen Geschäftserfolg bedeutet und wie gut die Prognosen zu den Zielen des Unternehmens passen. Ebenfalls möglich wird ein besseres Verständnis für die Verkaufsentwicklung und das Erkennen von Daten-Korrelationen als Grundlage für Cross- und Up-Selling.

Prognose- und Planungsaspekte waren bereits in einigen der angestammten Geschäftsanwendungen von SAP enthalten, beispielsweise bei Software wie SAP Smart Meter Analytics. Jetzt aber liegt erstmals eine SAP-Anwendung vor, die speziell dem Zweck prognostischer Analysen gewidmet ist. Bislang hatte SAP derlei Funktionen seinen Mitbewerbern überlassen.

„Im Fall der prognostischen Analytik hatte SAP eine Lücke im Produkt-Portfolio. Diese wird jetzt geschlossen“ sagt David Menninger von Ventana Research in Kalifornien. „Wenn Sie als SAP-Kunde in der Vergangenheit Prognosen erstellen wollten, dann mussten Sie sich an SAS, IBM SPSS oder einen anderen Anbieter wenden.“

Laut Menninger bietet die SAP-Anwendung zu diesem Zeitpunkt noch keine funktionalen Vorteile gegenüber den Produkten der Konkurrenz. Trotzdem habe sie eine besondere Stärke: die deutlich einfachere Integration in die übrige SAP-Umgebung inklusive der HANA-Plattform.

Der Wert von SAP Predictive Analysis, so Menninger, liegt darin, dass Unternehmen Ihre Bemühungen in Vertrieb und Marketing zielgenauer gestalten könnten. Die Fokussierung auf Kunden, von denen eher ein Kauf zu erwarten ist, helfe beim Generieren von Umsätzen mit wenig Verschwendung und Verwaltungsaufwand. „Sie können damit entweder Ihren Umsatz steigern oder Ihre Kosten drücken“, sagt Menninger.

Modell-Management für SAP Predictive Analysis?

Menninger bezeichnet die Applikation als starkes – aber längst nicht perfektes – erstes Release. „Wie andere Unternehmen auch wird SAP im Laufe der Zeit besser werden. Man wird den Funktionsumfang erweitern“, konstatiert er.

Der wichtigste Bereich für eine Verbesserung wird im Umfeld prognostischer Analytik auch als "Modell-Management" bezeichnet. „Dem liegt die Idee zugrunde, dass man ständig neue Modelle testet und sie mit älteren vergleicht. Erst wenn man feststellt, dass das neue Modell wirklich besser ist, wird das alte Modell ersetzt“, erklärt Menninger. Noch gebe es in SAP BusinessObjects Predictive Analysis aber keine Möglichkeiten für Vergleich und automatischen Ersetzen von Modellen.

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