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Sapphire Now 2016: Aktuelle Neuigkeiten von der SAP-Hausmesse

Zum 28. Mal präsentiert SAP mit Partnern neue Anwendungen und Angebote auf der Sapphire Now in Orlando. Lesen Sie die aktuellen News von der Messe.

Wie jedes Jahr im Mai präsentiert SAP auf seiner Hausmesse Sapphire Now zusammen mit Partnern und Kunden verschiedene neue Anwendungen und Produkte. Die 28. Edition der Sapphire Now, die vom 17. bis 19. Mai in Orlando stattfindet, dreht sich in diesem Jahr vor allem um die Themen Zukunft der Arbeit, Digitalisierung, die digitale Lieferkette und das Internet der Dinge.

Wir stellen Ihnen die wichtigsten Neuigkeiten vor, die SAP mit seinen Partnern auf der Sapphire Now 2016 präsentiert und aktualisieren die News regelmäßig.

SAP und Microsoft erweitern Kooperation

SAP und Microsoft haben bekanntgegeben, gemeinsam die SAP HANA Plattform auf Microsoft Azure zu unterstützen. Damit soll die Integration von Microsoft Office 365 und den Cloud-Anwendungen von SAP vereinfach werden. Gleichzeitig wird das Management und die Security von SAP Fiori Apps verbessert.

„Bei Microsoft konzentrieren wir uns darauf, Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation bestmöglich zu unterstützen“, sagt Microsoft CEO Satya Nadella. „Gemeinsam mit SAP schaffen wir ein neues Maß an Integration innerhalb unserer Produkte, die Unternehmen mit verbesserten Werkzeugen für die Zusammenarbeit ausstatten, neue Erkenntnisse aus Daten zu gewinnen und eine hochskalierbare Cloud anzubieten, um zu wachsen und neue Geschäftschancen zu ergreifen.“

Durch den Einsatz von SAP HANA innerhalb von Microsoft Azure soll es Unternehmen verschiedener Branchen möglich sein, geschäftskritische Anwendungen und Datenanalysen mit individuellen Security- und Compliance-Funktionen bereitzustellen. Das Angebot bietet eine zertifizierte SAP HANA-Plattform für Entwicklung, Test und Produktivbetrieb innerhalb von Microsoft Azure. Der Einsatz der Business Suite 4 SAP HANA (S/4HANA) ist ebenfalls möglich.

Integration von Office 365 mit SAP-Cloud-Anwendungen

Die neuen Integrationsmöglichkeiten kombinieren außerdem Office-365-Funktionen wie Kommunikation, Collaboration, Kalender und Daten mit den Cloud-Lösungen von SAP, darunter Concur, Fieldglass, SuccessFactors und Ariba.

„Die IT Branche wird durch bahnbrechende Partnerschaften geformt. Das geht weit über die Grenzen traditioneller Plattformen und Anwendungen hinaus und setzt eine neue Produktivität für Kunden frei“, kommentiert Bill McDermott, Vorstandssprecher von SAP, die neue Partnerschaft. „Die Zertifizierung der Microsoft Azure Infrastrukturdienste für SAP HANA zusammen mit der neuen Integration von Microsoft Office 365 und der Cloud-Lösung von SAP, sind symbolisch für diesen bedeutenden Paradigmen-Wechsel für Unternehmen.“

SAP ermöglicht es Kunden künftig außerdem, individuelle, mobile und hybride SAP Fiori Apps auf HTML5-Basis auf der HANA Cloud-Plattform mit einem offenen Standard-Plugin-Framework zu entwickeln. Als Teil des Frameworks können Kunden Apps entwickeln, aufsetzen und schützen. Diese lassen sich mit Microsoft Intune verwalten. Über den Cloud-Build-Prozess in der SAP Fiori Cloud Edition, erhalten App-Entwickler die Option, die Management-Fähigkeiten von Microsoft Intune in ihre Apps einzubetten.

Die einzelnen Angebote sind ab dem 3. Quartal 2016 verfügbar. Interessenten können sich aber in einer begrenzten Vorschau bereits einen Eindruck vom Betrieb von SAP HANA auf Microsoft Azure machen.

SAP Sapphire Now auf Twitter

Neue Version von SAP HANA vorgestellt

SAP hat eine neue Version seiner In-Memory-Appliance HANA auf der Sapphire Now vorgestellt. SAP HANA SPS 12 steht ab sofort zum Download bereit. Bei der Weiterentwicklung konzentrierte sich das Softwareunternehmen unter anderem auf zwei Bereiche:

  • Verarbeitung von Diagrammdaten: Unternehmen können nun Datenverbindungen visualisieren, die komplexe Beziehungen zwischen Personen, Orten und Dingen abbilden. Damit können Firmen zum Beispiel mögliche Betrugsfälle erkennen oder umfassende Marktdaten intensiver analysieren.
  • Erfassung und Wiedergabe: Mit der neuen HANA-Version lassen sich Systemlasten und deren Wiedergaben auf einem Zielsystem erfassen, so dass IT-Abteilungen neue Funktionen testen, unterschiedliche Upgrade-Optionen evaluieren und vorab untersuchen können, wie sich eine geplante Änderung auf das Produktivsystem auswirken. Neue Technologien können auf diese Weise ohne Ausfallzeiten und Kostenaufwand getestet werden.

Neben den neuen Funktionen in HANA SPS 12 bietet SAP auch zusätzliche Wartungsoptionen an. IT-Abteilungen können nun wahlweise ihre SAP-HANA-Umgebung für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren warten oder sich Weiterentwicklungen für SAP HANA zweimal jährlich bereitstellen lassen. Einen Überblick aller neuen Funktionen finden Sie im SAP HANA Blog.

Neues Beta-Programm mit Hybrid-Services

SAP kündigte außerdem ein Beta-Programm an, in dessen Rahmen ausgewählte Kunden direkten Zugriff auf neue Hybrid-Services für das Cloud-basierte Daten-Management erhalten. Dadurch benötigen Kunden weniger eigene Hardware für die eigene Infrastruktur, was wiederum niedrigere Gesamtbetriebskosten verursacht. Als erster Service wird SAP HANA Capture and Replay bereitgestellt, der es IT-Abteilungen erlauben soll, Prozesse aus der On-Premise-Umgebung in die Cloud auszulagern.

„Mit unserem neuen Beta-Programm können Kunden ihre bisherigen Datensilos in On-Premise- und Cloud-Umgebungen abbauen und durch die Nutzung beider Konzepte ihre Flexibilität verbessern“, sagt Daniel Schneiss, Senior Vice President und globaler Leiter des Bereichs SAP HANA Platform und Datenbanken bei SAP. „Mithilfe eines echten Hybrid-Modells können Unternehmen die Auswirkungen von Änderungen an ihren IT-Systemen in der Cloud testen, bevor sie diese in ihre On-Premise-Umgebung einspielen.“

Die Walldorfer stellten im Rahmen der Sapphire Now ebenfalls eine erweiterte Version der SAP HANA Edge Edition für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) vor. Die neue Version unterstützt Datenbanken bis zu 32 GB und Kapazitäten von bis zu 128 GB für Dynamic Tiering. Damit lassen sich laut SAP wachsende Datenbestände dynamisch verwalten, indem Daten bei Bedarf aus dem Arbeitsspeicher auf kostengünstigeren Storage verlagert werden.

Zum Lieferumfang der neuen Version gehört auch die SAP Predictive Analytics Edge Edition, die KMUs bei der Analyse von Geschäftsdaten und Prognosen künftiger Ereignisse unterstützt. Das Angebot ist über indirekte Vertriebspartner erhältlich. Weitere Informationen gibt es auf der Website zu SAP HANA Edge Edition.

SAP RealSpend soll Führungskräften unter die Arme greifen

Mit RealSpend bringt SAP eine neue mobile App auf den Markt, mit der Führungskräfte und Manager aktuelle Informationen zu Budgets und Ausgaben abrufen können. Die App basiert auf der SAP HANA Cloud Platform und greift auf Daten der SAP-ERP-Finanzberichterstattung zu. Das ermöglicht es Führungskräften, aktuelle Ausgaben zu prüfen, Berechnungen zu machen und auf deren Grundlage Entscheidungen zu treffen.

„Diese Cloud-App baut auf unseren Kernanwendungen im Finanzwesen auf“, sagt Thack Brown, General Manager und globaler Leiter des Geschäftsbereichs Finance bei SAP. „Bereichsleiter und andere Mitarbeiter mit Budgetverantwortung erhalten so Zugriff auf die Informationen, die sie für die Verwaltung der Kosten im gesamten Unternehmen in Echtzeit benötigen.“

SAP RealSpend verfügt nach Angaben von SAP über Drilldown-Funktionen, durch die sich aktuelle und künftige Ausgaben sowie zugehörige Prognosen und Budgetpläne analysieren lassen. Führungskräfte können den Einfluss einer Entscheidung auf ihr Budget simulieren, einschließlich der Ausgaben für Vertrieb und Marketing, Reisekosten sowie Kosten für neue Mitarbeiter und neues Inventar. Mit speziellen Tags können sie Finanzdaten gruppieren und Berichte erstellen.

SAP RealSpend ist in Echtzeit an SAP S/4HANA Finance (vorher SAP Simple Finance) angebunden, ohne Daten zu replizieren. Die Anwendung funktioniert ebenfalls mit anderen SAP- und Drittanbieter-Datensätzen. Interessenten können die App testen und konfigurieren. SAP RealSpend ist über das HANA App Center oder den App Store von Apple verfügbar.

SAP Cloud for Analytics heißt nun SAP BusinessObjects Cloud

SAP hat sein Business-Intelligence-Portfolio neu aufgestellt und auf der Sapphire Now präsentiert. Zum einen bietet SAP mit BusinessObjects Cloud, bislang SAP Cloud for Analytics, eine erweiterte Analytics-SaaS-Lösung an. Zum anderen hat das Softwareunternehmen mit SAP Business Objects Enterprise ein neues On-Premise-Angebot im Portfolio. Damit vereint SAP einige seiner BI- und Analytics-Anwendungen wieder unter einem Dach, nachdem das Unternehmen in der Vergangenheit immer neue Tools in diesem Bereich präsentiert hat.

„Mit den Lösungen von SAP können sich Unternehmen als Vorreiter in der digitalen Geschäftswelt positionieren. Die Voraussetzungen hierfür schafft eine deutlich vereinfachte Plattform mit erstklassigen Analyselösungen und einer optimierten Benutzeroberfläche“, sagt Stefan Sigg, Senior Vice President für SAP Analytics. „SAP BusinessObjects ist nach wie vor die beste und wichtigste Analysesoftware. Die durchgängigen Funktionen unserer Lösungen sind marktführend – sowohl On-Premise als auch in der Cloud.“

SAP BusinessObjects Cloud wurde um spezielle Funktionen für Predictive Analytics erweitert. Zu den neuen BI-Funktionen gehören unter anderem neue Visualisierungen, Data Wrangling und Blending, Geospatial, Trendanalysen, benutzerdefinierte Filter, Benachrichtigungen und Chat-Funktionen. Mit den erweiterten Analysefunktionen sind zum Beispiel Finanzprognosen für einzelne Zeitreihen möglich, mit denen sich Faktoren ermitteln lassen, die sich auf die operative Leistung des Unternehmens und die Mitarbeiterleistung auswirken.

Neue Planungsfunktionen beinhalten die Integration mit der Anwendung SAP Business Planning und Consolidation (BPC), neue Aggregationsverfahren, verbesserte Zuweisungen und Verteilung, erweiterte Versionen und Datenschutzkontrollen.

Die Integration der Cloud-Anwendung ist mit Datenquellen wie SAP ERP und SAP Business Warehouse, SAP BusinessObjects Universes, SAP BusinessObjects Lumira-Softwaremodellen, SAP BusinessObjects Planning and Consolidation, SuccessFactors, Salesforce und Google Drive möglich. Die Verbindung zu SAP HANA ermöglicht Analysen, ohne Daten in die Cloud migrieren zu müssen.

On-Premise-Alternative SAP BusinessObjects Enterprise

Zu den neuen Features von SAP BusinessObjects Enterprise gehören unter anderem:

  • Einfaches Upgrade über einen Installations- und Konfigurationsassistenten, um eine schnelle Implementierung zu ermöglichen;
  • unterstützt SAP-BusinessObjects-Datenmodelle, die SAP BusinessObjects Cloud nutzen, ohne dass Daten verschoben werden müssen;
  • Self-Service-Datenanalysen mit Erweiterungen für SAP BusinessObjects Lumira.

Automatisierte Verfahren und eine Predictive Factory erlauben es Analysten und Data Scientists Tausende Modelle zu erstellen und anzuwenden. Zu den Neuerungen zählen:

  • Automatisiertes Predictive Analytics für große Datenmengen mit nativer Spark-Modellierung in Hadoop-Umgebungen;
  • Erweiterungen für SAP HANA einschließlich datenbankinterne Analyse von Daten aus sozialen Netzwerken und Integration von Expertenmodell-Ketten;
  • Integration von Drittanbieter-Tools und externen Prozessen in die Workflows der Predictive Factory;
  • Funktionen für die Erstellung und Verwaltung benutzerdefinierter Modelle, mit denen sich in SAP Fraud Management komplexe Betrugsmuster aufdecken lassen.

Die On-Premise-Alternative SAP BusinessObjects Enterprise ist in drei Varianten verfügbar:

  • SAP BusinessObjects Enterprise Premium bietet BI- und Prognosefunktionen, die außerdem die Software SAP HANA Vora als Starterpaket für vier Knoten beinhaltet. Die Anwendung erlaubt Analysen großer Datenmengen, die auf Unternehmens- und Hadoop-Systeme verteilt sind.
  • SAP BusinessObjects Enterprise Professional ist eine BI-Suite mit Berichts-, Visualisierungs- und Datenanalysefunktionen, mit denen Anwender Erkenntnisse aus Daten ableiten und diese als Grundlage für ihre Entscheidungen nutzen können.
  • SAP BusinessObjects Enterprise Standard stellt Tools für Ad-hoc-Berichte bereit, die über Webanwendungen, Desktop-PCs oder Mobilgeräte abgerufen werden können.

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