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Kaufberatung ERP: Welches System passt zu welcher Firma?

ERP-Systeme bieten heute eine breite Funktionsvielfalt und sind auf verschiedene Branchen und Unternehmen ausgerichtet. Die wichtigsten Systeme im Überblick.

Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP) gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Während einige ERP-Systeme für produktorientierte Unternehmen konzipiert sind und sich auf die Bereiche Engineering, Fertigung, Lagerhaltung und Supply Chain konzentrieren, sind andere ERP-Systeme eher serviceorientiert ausgerichtet. Diese Systeme konzentrieren sich auf die Kundenbindung und -interaktion, Projekt-Management und -abrechnung sowie Vertrieb und Service.

So unterschiedlich die Ausrichtung, so unterschiedlich sind auch die Bereitstellungsmodelle. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie Unternehmen ERP-Systeme implementieren können - sei es in der Cloud, lokal im eigenen Rechenzentrum oder als Hybrid-Version aus beiden Deployment-Modellen.

Die führenden ERP-Systemhersteller bieten ihre ERP-Systeme also in sehr unterschiedlicher Form an, um die Bedürfnisse ihrer Kunden zu befriedigen. Hier eine Übersicht einiger der wichtigsten ERP-Systeme, zusammen mit einer kurzen Analyse der Funktionen ihrer Produkte.

Anmerkung

Der Artikel konzentriert sich auf ERP-Anbieter, die rund 80 Prozent des Marktes abdecken. Der Beitrag basiert auf Daten von Gartner, Forrester und TechTarget.

Epicor ERP

Das ERP-System der Epicor Software Corporation ist ein vollständiges ERP-System. Es umfasst die Kern-Software für Finanz-Management und Human Capital Management (HCM) und bietet darüber hinaus integrierte Software für Customer Relationship Management (CRM), Fertigungsprozesse, Supply Chain Management (SCM), Produkt-Management, Planung und Disposition, Vertriebs-Management, Service-Management und Projekt-Management.

Epicor ERP ist eines der führenden ERP-Systeme für die diskrete Fertigung, insbesondere für die Industriemaschinen-, Elektronik- und Hightech-, Metall-, Gummi- und Kunststoffindustrie. Seine Stärke besteht insbesondere darin, branchenspezifische ERP-Systeme für mittelständische und kleinere Unternehmen bereitzustellen, damit diese ihre eigenen Systeme nicht aufwendig für ihren Industriezweig konfigurieren müssen.

Das System verfügt über eine agile Business-Architektur und gibt damit global agierenden Unternehmen die Flexibilität, sich an die unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Länder, Branchen und Geräte anzupassen. Epicor verfügt über ein weltweites Beraterteam.

Epicor ERP ist als Software as a Service (SaaS) erhältlich. Es kann auch lokal vor Ort oder über Infrastructure as a Service (IaaS) eingesetzt werden. Im zuletzt genannten Fall liegt das ERP-System in der Cloud, wird aber von der Unternehmens-IT betrieben und unterstützt. Epicor ERP läuft auf einem hundertprozentigen Microsoft-Software-Stack.

Infor CloudSuite Industrial

Die Kernfunktionalität der Infor CloudSuite Industrial umfasst erweiterte Planungs- und Terminierungsfunktionen, Kunden-Management, Bestandsverwaltung sowie Automatisierung von Fertigungsprozessen. Das vorrangige Ziel von Infor CloudSuite Industrial ist es, wichtige Geschäftsprozesse entlang der gesamten Lieferkette zu automatisieren und zu verwalten. Angebot und Nachfrage sollen so besser aufeinander abgestimmt werden. Dazu trägt auch Analytics bei, mit dem Fachanwender ohne IT-Hintergrund eigene Reports entwickeln können.

Das Finanz-Management ist direkt in die operativen Systeme eingebettet. Die Systeme erfassen dazu automatisch alle Aktivitäten - von der Auftragsannahme über die Konstruktion/Fertigung und Auftragsabwicklung bis hin zu Versand und Zahlungseingang. Diese Aktivitäten werden automatisch in Finanzkennzahlen konsolidiert, wodurch sich der Zeitaufwand für den Monatsabschluss deutlich verkürzen kann.

Mit CloudSuite Industrial bietet Infor maßgeschneiderte ERP-Systeme für bestimmte Branchen wie die Automobil-, Druck- und Verpackungsindustrie sowie Prozessindustrie. Infor stellt außerdem spezielle Systemimplementierungspakete bereite, die Unternehmen bei der Einführung ihrer ERP-Systeme mit vordefinierten Templates für bestimmte Branchen unterstützen.

Infor läuft auf einer Microsoft-Windows-Plattform und ist in der Cloud, als On-Premises oder hybrides System verfügbar. Für Unternehmen, die das Infor ERP-System in der Cloud einsetzen möchten, bietet der Hersteller auch Software as a Service (SaaS) sowohl als Hosted- als auch Subscription-Modell an, einschließlich optionaler Application Managed Services.

Ein SaaS-Abonnement wird monatlich zu einer Gebühr von 149 US-Dollar pro benannten Benutzer abgerechnet. Ein gehostetes Abonnement kostet 65 US-Dollar pro benannten Benutzer und Monat. Unternehmen, die sich für die SaaS-Lizenzoption entscheiden, können nahtlos zwischen einer SaaS- und einer lokalen ERP-Bereitstellung wechseln - ohne das Risiko eines Vendor Lock-in in Kauf nehmen zu müssen. Ein lokales System kann über eine herkömmliche unbefristete Softwarelizenz erworben werden.

Infor bietet drei verschiedene Support-Level sowie eine Reihe von Kursen zum Selbststudium und unter Anleitung, die im Abonnement erhältlich sind.

Microsoft Dynamics 365

Ein weiteres ERP-System ist Dynamics 365. Das Cloud-Paket von Microsoft ist auf international tätige Unternehmen mit mehreren Standorten ausgerichtet. Mit Dynamics 365 bündelt Microsoft die beiden Enterprise-Anwendungen Dynamics ERP und Dynamics CRM in einem Service. Die Kernfunktionen der ERP-Software liegen in den Bereichen Finanzwesen, Personalwesen und SCM. Es beinhaltet auch Branchenspezialisierungen für Einzelhändler, Hersteller, Dienstleistungsunternehmen und Organisationen des öffentlichen Sektors.

Die Hauptkunden von Microsoft Dynamics 365 sind mittelständische Unternehmen sowie Abteilungen, Tochtergesellschaften und Abteilungen großer Unternehmen – vor allem aus den Bereichen Fertigung, Vertrieb, Dienstleistungen, öffentlicher Dienst und Einzelhandel. Die meisten dieser Organisationen haben mehrere Standorte und sind in mehr als einem Land vertreten.

Microsoft Dynamics 365 ist On-Premises, gehostet oder in der Azure-Cloud verfügbar. Es unterstützt die Plattformen: Windows, WindowsPhone, Google Android und Apple iOS.

Microsoft Dynamics 365 wird pro Benutzer abgerechnet und verfügt über flexible Konfigurationsoptionen, die an sich an spezifische Geschäftsanforderungen anpassen lassen.

Unternehmen können sich auf Wunsch für ein einzelnes Modul des Systems registrieren. Microsoft bietet verschiedene Abopläne an, darunter für die Enterprise Edition sowie für die Enterprise Edition Dynamics 365 Deutschland. Letzteres ist ein Cloud-Service, der speziell über deutsche Rechenzentren bereitgestellt wird. Eine Übersicht der einzelnen Pläne, zugehörigen Module sowie Preise gibt es auf der Microsoft-Website.

NetSuite ERP

NetSuite ERP ist ein SaaS-ERP-System, welches nach der NetSuite-Übernahmen durch Oracle ebenfalls vom Softwarekonzern aus Redwood angeboten wird. Es unterstützt die weltweite Compliance interner und externer Geschäftsprozesse und ist insbesondere für die Steuerung mehrerer Konzerngesellschaften und Geschäftseinheiten geeignet. Das System umfasst Module für Auftrags-Management, Produktion, Supply Chain, Lagerhaltung und Fulfillment, Beschaffung und Human Capital Management.

NetSuite ERP lässt sich optimal in Finanz- und operativen Systemen einsetzen. Mit den Funktionen des Finanzmoduls können sich Unternehmen an unterschiedliche Währungen, Sprachen, Steuervorgaben und Gesetze anpassen, was typischerweise in multinationalen Umgebungen vorkommt. Die Anwender können alle unterschiedlichen Varianten der Finanzberichterstattung zu einem einzigen Konzernabschluss zusammenfassen.

NetSuite ERP ermöglicht Unternehmen außerdem die Verwaltung der vollständigen Palette internationaler Steuerstrukturen und Zahlungsoptionen und bietet Geschäftseinheiten Drill-Down-Abfragen für eine detaillierte Finanzanalyse.

Das globale ERP-Produkt unterstützt über 190 Währungen und 19 verschiedene Sprachen aus Nordamerika, Europa und Asien. Die Kundenbasis ist eine Mischung aus Großunternehmen und mittelständischen Unternehmen.

NetSuite OneWorld wird als Cloud-basiertes Angebot automatisch aktualisiert und kontinuierlich an die Kunden verteilt. Abgerechnet wird auf Abonnementbasis. Die Preisgestaltung erfolgt individuell für jedes Unternehmen.

Oracle JD Edwards EnterpriseOne

JD Edwards EnterpriseOne von Oracle ist eine integrierte ERP-Suite mit mehr als 80 Anwendungsmodulen für verschiedene Geschäftsprozesse. Das System ist auf bestimmte Branchen zugeschnitten, zum Beispiel in den Bereichen Konsumgüter, Produktion und Distribution, Finanzunternehmen sowie projekt- und dienstleistungsorientierte Betriebe.

Die Kernmodule von JD Edwards EnterpriseOne sind Financial Management, Asset Lifecycle Management, Order Management und Manufacturing Management. Das System bietet außerdem Echtzeit-Analysen, mit denen Benutzer ihre Berichte personalisieren können.

JD Edwards konzentriert sich auf Anwendungen, die Mobile Computing, Internet of Things (IoT), Cloud Computing und Echtzeit-Analysen unterstützen. Neue Funktionen und Updates für bereits ausgelieferte Software sind über das kontinuierliche Bereitstellungsmodell von JD Edwards EnterpriseOne verfügbar. Auf diese Weise können Kunden beurteilen, was verfügbar ist und was kommen wird. Sie können diejenigen Updates auswählen, die ihr Unternehmen benötigt und die es voranbringen.

Zu den jüngsten JD-Edwards-EnterpriseOne-Angeboten, die den Kunden zur Verfügung gestellt werden, gehören Mobile Apps, Rental Management, In-Memory-Anwendungen, Business-Anwendungen für Landwirtschaftsbetriebe sowie Erweiterungen von Anwendungen für die Bereiche Fertigung, Vertrieb, Projekte und Dienstleistungen.

JD Edwards EnterpriseOne ist für den operativen Einsatz vor Ort verfügbar, aber Kunden können das System auch über eine Public oder Private Cloud beziehen. Oracle-Geschäftspartner bieten auch gehostete Versionen von JD Edwards EnterpriseOne über ihre eigene Private Cloud an.

JD Edwards EnterpriseOne läuft auf mehreren Datenbanken und unterschiedlicher Hardware. Unterstützte Betriebssysteme sind Oracle Linux, Microsoft Windows und IBM OS/400. Alle Versionen verwenden Standard-Technologie.

JD Edwards EnterpriseOne kann entweder direkt bei Oracle oder über einen Reseller erworben werden. Da JD Edwards EnterpriseOne modular aufgebaut ist, können Unternehmen im Laufe der Zeit neue Module hinzufügen und müssen nur das zahlen, was sie benötigen und einsetzen.

Die Preise für Softwarelizenzen werden auf Kundenbasis festgelegt und basieren auf einer Kombination aus einer Paketlizenz und einer personengebundenen Benutzerlizenz. Die Kosten für die Paketlizenz berücksichtigen die spezifischen Module, die das Unternehmen verwendet. Der Preis für die personengebundene Benutzerlizenz hängt davon ab, wie viele Personen das Produkt zusammen mit dem voraussichtlichen Nutzungsgrad verwenden. Abonnementpreise sind bei ausgewählten Oracle-Partnern erhältlich. Wartungs- und Support-Leistungen werden separat verkauft. Eine kostenlose Testversion von JD Edwards EnterpriseOne ist für 30 Tage bei Oracle erhältlich.

Oracle bietet im Rahmen seines jährlichen Wartungsangebots Anwendungs- sowie technischen Support. Sowohl Oracle als auch seine JD-Edwards-zertifizierten Partner stellen - über den Oracle-Stack hinweg - Beratung für Architektur, Planung, Implementierung, Upgrade, Migration, Schulung und Managed Services zur Verfügung.

Oracle PeopleSoft

Ein weiteres Oracle-Angebot in der Liste der ERP-Systeme ist PeopleSoft. Das System ist darauf ausgelegt, End-to-End Business Process Management (BPM) und Support für Organisationen zu bieten - angefangen bei administrativen Funktionen wie Personalwesen und Finanzen bis hin zu SCM.

PeopleSoft hat sich in der Vergangenheit vor allem auf das Human Capital Management (HCM) konzentriert. HCM ist ein wichtiger Schwerpunkt vieler Unternehmen, weil es darum geht, die richtigen Talente in einem hart umkämpften Markt zu rekrutieren, zu managen und zu betreuen.

Es gibt mehrere Kategorien für die Hauptfunktionen in PeopleSoft. Das HCM-Modul bietet zentrale HR-Features sowie Funktionen für das Talent-Management. Außerdem gibt es eine Finanz-, Supplier-Relationship-Management- und Supply-Chain-Komponente.

PeopleSoft ERP beinhaltet eine Funktion namens PeopleTools, ein Toolset für die Anwendungsentwicklung für Builds und Anpassungen von PeopleSoft-Anwendungen. Dies ist besonders für Organisationen nützlich, die ihre ERP-Systeme weiter anpassen möchten.

Als lokales System kann Oracle PeopleSoft in Windows-, Linux-, Unix- und IBM-Mainframe-Umgebungen ausgeführt werden.

Die PeopleSoft-Software und die zugrunde liegenden Technologien werden auf Basis der genutzten Module abgerechnet. Dies ermöglicht es Unternehmensstandorten, ein PeopleSoft-ERP-System auf ihre speziellen Bedürfnisse zuzuschneiden und nur das zu kaufen, was sie benötigen. Werden später weitere Funktionen gebraucht, können diese hinzugefügt werden.

Beim Support stehen mehrere Stufen zur Verfügung. Premier Support beinhaltet Upgrades und Wartung für Software und Hardware. Sustaining Support garantiert die Instandhaltung solange man die Software nutzt, mit erweitertem Support für Betriebssysteme und Firmware. Oracle bietet auch eine umfassende Schulungspalette für die gesamte PeopleSoft-Software an, einschließlich Schulungen und Zertifizierungen.

Sage 100 und Sage 100c

Die Stärke der ERP-Systeme von Sage liegt in der Automatisierung und Verwaltung von Finanz-, Buchhaltungs- und Zahlungsprozessen sowie in der zusätzlichen Unterstützung von Produktion und Vertrieb. Mit Sage 100 und 100c bietet Sage eines der wenigen Top-ERP-Systeme, das speziell für kleinere Unternehmen entwickelt wurde. Es ist das ideale System, um mit ERP zu beginnen.

Für Unternehmen, die ein lokales ERP bevorzugen, läuft das System auf einer Microsoft-Windows-Plattform. Sage 100 und 100c sind aufwärts skalierbar auf Sage 300 für mittelständische Unternehmen und auf das Enterprise-System Sage 500.

Der neue Sage 100c ist ausschließlich als Cloud-basiertes Angebot auf Abonnementbasis erhältlich. Es enthält alle Funktionen von Sage 100 und erweitert diese um weitere kollaborative Anwendungen sowie um Personalisierung, Dashboards und eine leicht bedienbare Benutzeroberfläche.

Der Preis für das On-Premises-Angebot Sage 100 wird individuell festgelegt. Dabei haben Unternehmen die Möglichkeit, die Software entweder zu kaufen oder eine Lease-to-Own-Option zu wählen. Für Sage-100- und Sage-100c-Cloud-Anwender wird der Preis für jedes einzelne Unternehmen festgelegt und auf monatlicher Abobasis abgerechnet.

Für ERP-Implementierung, Schulung und Support bietet Sage Business-Care-Pläne an, die Unternehmen separat von der ERP-Software erwerben können.

Der Sage Silver Plan bietet Unternehmen personalisierten Support durch Sage Call Center. Ein Silver-Kunde erhält Produktverbesserungen und kritische Updates, Produktversions-Upgrades, 24/7-Zugriff auf das Knowledge Center von Sage und Zugriff auf das Sage-Support-Team für insgesamt fünf Support-Fälle pro Jahr - mit der Option, zusätzlichen fallbezogenen Support einmalig und nach Bedarf zu erwerben.

Ebenfalls verfügbar ist ein Gold-Support-Plan, der alle Vorteile des Silver-Plans bietet, plus Zugang zum technischen Support von Sage für eine unbegrenzte Anzahl von Support-Fällen, direkten Kontakt zu einem Telefonanalysten, verlängerte Support-Zeiten, Planungshilfe für Software-Upgrades und unbegrenzte Schulungskurse für beliebige Zeiten.

SAP Business One

SAP Business One unterstützt branchenspezifische Prozesse mit modularer Software, die mit anderen SAP- und Nicht-SAP-Software-Produkten zusammenarbeitet. Es umfasst Kernprozesse wie Order to Cash, Plan to Product, Procure to Pay und Request to Service sowie die Kernfunktionalität in den Bereichen Finance und HR und die dazugehörige Analytik. Die wichtigsten ERP-Module sind SCM, SRM und Product Lifecycle Management (PLM).

SAP Business One arbeitet mittlerweile auch auf SAP HANA. Diese Systemvariante ist speziell für Unternehmen gedacht, die IoT-Daten aktiv im täglichen Betrieb nutzen wollen.

SAP Business One wird vor allem in bestimmten Branchen und von Unternehmen eingesetzt, die multinational ausgerichtet sind. Das ERP-System ist nicht auf bestimmte Unternehmensgrößen festgelegt: Das Kundenspektrum reicht von großen Unternehmen mit Millionen Anwendern bis hin zu kleinen Betrieben mit weniger als zehn Anwendern.

Um kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu unterstützen, bietet SAP sein ERP-System über sein Partnerökosystem an. Die Partner stellen Inhalte und vorkonfigurierte Versionen des ERP-Systems mit SAP-Best-Practices für bestimmte Länder und Branchen bereit. Diese Expertise der Partner kann KMUs dabei helfen, ihre Implementierungszyklen zu verkürzen und die Komplexität des ERP-Einführungsprozesses zu reduzieren. Außerdem lässt sich so sicherstellen, dass die von den Betrieben gewählte ERP-Konfiguration optimal auf ihre Geschäftsanforderungen abgestimmt ist.

Die Software wird sowohl vor Ort als auch in einem gehosteten Subskriptionsmodell von SAP ausgeliefert. Dies erfolgt in der SAP HANA Enterprise Cloud oder über SAP-Geschäftspartner in ihren jeweiligen Cloud-Umgebungen. Die SAP Business Suite läuft auf Standard-Betriebssystemen wie AIX, HP-UX, Red Hat Enterprise Linux, SUSE Linux, Solaris und Windows.

Statt großer All-in-One-Software-Releases – wie sie früher üblich waren - bietet SAP nun Updates seiner ERP-Software quartalsweise an. Die häufigeren Releases ermöglichen Kunden einen schnelleren Zugriff auf neue Erweiterungen.

SAP Business One folgt dem etablierten Lizenzmodell von SAP, das zwei wesentliche Elemente umfasst: Softwarelizenzen und die damit verbundenen Wartungs- und Support-Leistungen. Die Lizenzen werden separat verkauft. Sie basieren auf der Anzahl der ERP-Module, die das Unternehmen in Kombination mit der Anzahl der Benutzer verwendet, und dem Grad der Nutzung des ERP-Systems für jeden Benutzer.

Darüber hinaus stellt SAP eine Vielzahl von technischen Support-Optionen zur Verfügung. SAP Enterprise Support umfasst ERP-kritische Support-Services und beinhaltet eine Reihe von Service-Level-Agreements (SLAs) für Korrekturmaßnahmen und Zusammenarbeit. Der Preis liegt bei 22 Prozent der SAP-Softwarelizenz eines Unternehmens. Der SAP Standard Support kostet 19 Prozent einer Softwarelizenz und umfasst den Basis-Self-Service-Support ohne SLAs. Für Unternehmen, die SAP ERP in der Cloud einsetzen möchten, wird der Support in der Abo-Preisgestaltung gebündelt.

Zusätzlich zum Premium-Support-Services können Unternehmen auch SAP MaxAttention hinzufügen, einen strategischen Collaboration-Service, bei dem SAP und der Kunde gemeinsam neue Geschäftsfelder planen, die von SAP ERP profitieren würden. Bei SAP ActiveEmbedded arbeitet SAP mit Unternehmen zusammen, um die ERP-Optimierung und die Technologieeinführung zu beschleunigen.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2018 aktualisiert

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