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So bereitet man sich auf ein Upgrade auf Exchange 2016 vor

Bei der Migration auf Microsoft Exchange 2016 müssen Administratoren die richtigen Tools bereitstellen, damit das Upgrade wie erwartet funktioniert.

Wenn eine neue Version von Exchange Server angekündigt wird, steht ein Unternehmen mit einer lokalen Messaging-Plattform vor drei Alternativen: Es muss entscheiden, ob es erstens ein Upgrade macht, zweitens in die Cloud migriert oder drittens bis zur nächsten Version von Exchange abwartet.

Viele Organisationen, die bei der lokalen Version von Microsoft Exchange bleiben, treffen diese Entscheidung in der Regel aufgrund von geschäftlichen Anforderungen. Manche bleiben auch deshalb bei der lokalen Variante, um eine beträchtliche Investition in die Infrastruktur nicht in den Sand zu setzen. Und einige Unternehmen warten mit einem Upgrade auf Exchange 2016, da Exchange 2019 nicht mehr weit entfernt ist – Microsoft hat die finale Version für Ende 2018 angekündigt.

Wenn ein Unternehmen vor kurzem nach Exchange 2013 migriert ist, kann es die lokale Version weiter nutzen, bis diese neue Version auf den Markt kommt. Aber es muss auch einen Kompromiss eingehen: Die Firma muss etwas länger warten, um modernere Funktionen und erweiterte Sicherheitsfunktionen zu nutzen, von denen das Unternehmen eigentlich bereits jetzt profitieren könnte.

Die Entscheidung für ein Upgrade bringt Unternehmen zahlreiche Neuerungen – allerdings kommen damit auch einige Herausforderungen auf Admins zu. Die Administratoren müssen ihre Umgebung, ihre Teams und Endbenutzer auf die wesentlichen Veränderungen vorbereiten.

Für die IT-Abteilung stellt sich die Frage: Wie muss sie sich vorbereiten, wenn sie ein Upgrade von einer älteren Version auf Exchange 2016 in Erwägung zieht? Und was können IT-Verantwortliche nach dem Upgrade tun, um sicherzustellen, dass sie die Plattform angemessen unterstützen können?

Anforderungen planen und definieren

Wenn Administratoren die Messaging-Plattform upgraden möchten, sollten sie für die neueste Exchange-Umgebung die richtige Größe wählen. Damit stellen sie sicher, dass die neue Version angemessen funktioniert und es bei Änderungen und Wachstum keine Probleme gibt.

Administratoren können hierfür mehrere Ressourcen verwenden, aber die meisten verlassen sich auf den Microsoft Calculator. Die Excel-Vorlage mit dem Namen Exchange Server Role Requirements Calculator bietet der IT-Abteilung eine gute Möglichkeit, die zahlreichen Anforderungen in den folgenden kritischen Bereichen zu bewerten:

  • Anforderungen an die Rollen
  • Volumenanforderungen
  • Backup-Anforderungen
  • Replikationsanforderungen
  • Storage-Design
  • Vertrieb
  • Aktivierungsszenarien

Auf den neuen Exchange Server vorbereiten

Nach dem Entwurf der Umgebung in der Designphase kann die IT-Abteilung die Umgebung mit den neuesten Updates und Patches auf allen Servern erstellen. Microsoft empfiehlt als Server-Betriebssystem für Exchange 2016 entweder Windows Server 2012 R2 oder Windows Server 2016.

Man sollte außerdem sicherstellen, dass das .NET-Framework aktualisiert wird. Dies ist eine wichtige Komponente von Exchange 2016, die die Leistung und Zuverlässigkeit von Exchange-Funktionen bestimmt.

Wenn die Reaktionsfähigkeit nach dem Upgrade auf Exchange 2016 ein Problem darstellt, müssen Administratoren nach üblichen Problemen suchen. Man sollte unter anderem die Hardwarekonfigurationen für Storage und Netzwerk, die Einstellungen der Stromversorgung für die CPU- oder Netzwerkschnittstellen sowie die Größe und Architektur der Exchange-Umgebung überprüfen.

Mit Monitoring und Health Checks informiert bleiben

Sobald das Unternehmen sein Upgrade auf Exchange 2016 abgeschlossen hat, müssen Administratoren die neue Umgebung durch Monitoring und regelmäßige Wartung am Laufen halten. Dies erfordert keine teure Software, sondern nur Sorgfalt.

Viele Administratoren halten sich dabei an einfache Tools wie das PowerShell-Skript von Paul Cunningham Health Report for an Exchange Server, Performance Monitor (Perfmon) und andere Dienstprogramme. Mit diesen können Admins die Exchange-Protokolle im Auge behalten und den Gesamtzustand des Systems überwachen.

Die richtigen Werkzeuge verwenden

Selbst bei einer gründlichen Planung und einem fehlerfreien Upgrade auf Exchange 2016 werden Administratoren oft nach der Implementierung mit einigen Problemen und Herausforderungen konfrontiert. Man sollte sich darauf vorbereiten, möglichst jedes Problem zu beheben, das auftreten könnte. Dazu sollte man PowerShell und Log Parser verstehen sowie alle Exchange-spezifischen Dienstprogramme, die die Fehlerquelle oder E-Mail-Probleme identifizieren.

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Artikel wurde zuletzt im November 2018 aktualisiert

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